Recht und Gericht in Österreich 
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zum Profil... Hai : ( 2009-12-09 16:46:21 / 1872991 ) Scheidungsvergleich

Hallo,

kann man einen Scheidungsvergleich(einvernehmlich) nach zwei Jahre noch anfechten?

MfG!
Christina

Antworten:

zum Profil... don(vormalsedwin) : ( 2009-12-10 08:11:26 / 1873187 ) hai

welchen teil des scheidungsvergleiches wollen sie anfechten? (und warum).

zum Profil... deatroy : ( 2009-12-10 11:19:08 / 1873238 )

wichtig: scheidungen sind erst nach 2 wochen einspruchsfrist gültig. haben sie 2 wochen nach der scheidung einen rechtskraft-stempel vom gericht eingeholt?

sollte das nicht geschehen sein, ist die ganze scheidung nicht rechtskräftig.

gani1985 : ( 2009-12-10 12:21:51 / 1873256 ) @deatroy

Absoluter Schwachsinn. Die Scheidung ist rechtskräftig bzw. der Vergleich rechtswirksam sobald der Richter das bestätigt. Der Scheidungsbeschluss wird meist noch mit selbem Datum wie das der Scheidung rechtskräftig gemacht.
Ob jetzt auf der Vergleichsausfertigung/dem Scheidungsbeschluss eine Rechtskraft/Rechtswirksamkeitsbestätigung drauf ist, ist völlig irrelevant.

zum Profil... Hai : ( 2009-12-10 13:04:39 / 1873271 ) @don(vormalsedwin)

Im Jahr 2007 war es für mich nach 7 Jahre Scheidungskampf endlich so weit dass mein Ex-Mann bereit war sich einvernehmlich scheiden zu lassen. Voraussetzung: ich verzichte auf alle Zahlungsansprüche, ihm die Kinder lassen und nehme kein Anwalt.
Er hat mich bedroht und genötigt mit verschiedene Sachen und versprochen nie mehr von mir Kindesunterhalt zu verlangen. Ich habe wirklich Angst gehabt dass er mir(uns) was antut, weil wenn er wütend ist, weiss er nicht mehr was er tut. Ich dachte, wenn ich so viel Zahlungen für ihn erspart habe, wird er zu mindestens aus Dankbarkeit mich in Zukunft in Ruhe lassen.

Irgendwie haben wir die Vereinbarung gefertigt, ich war so froh dass die Sache hinter mir war.

Vor eine Monat hat er mir Email geschrieben, fordert von mir die Unterhalt nach Gesetz für zwei Kinder.

Beide Kinder sind verzweifelt, weil sie ihren Vater nicht überreden können auf die Zahlungsförderung zu verzichten!
Ich bin verzweifelt, weil ich das Gefühl, dass ich über den Tisch gezogen wurde, nicht überwinden kann!

Es geht mir nicht nur ums Geld, sondern auch Gerechtigkeit. Wir waren 22 Jahre verheiratet. Mit 50 USD sind wir nach Europa gekommen. Bis zum Hausbauen jeder Cent ist unsere gemeinsam verdientes Geld. Hätte ich wie meiste andere Frauen in einer Beziehung gelebt, wäre es mir weniger unfair gewesen. Aber ich hatte mein Leben so stressig gemacht um jede Euro zu verdienen, zu sparen, um Kinder auf zu ziehen, um ihn bei seine Karriere zu unterschützen ohne an meine Zukunft zu denken . Und jetzt laut Pensionsrechner werde ich erst 400 Euro monatlich in Pension bekommen. Ich frage mich für was ist das ganzen? Er kassiert von Stadt über 3500 euro netto im Monat und sorgt nicht mal für Arbeitslosigkeit, wohnt mit seiner neuen Frau in dem Haus, das ich von Entwurf bis Einrichtung fertig geschafft habe, jetzt soll ich Unterhalt auch noch zahlen?!

Ich fühle mich auch gegenüber die Kinder schuldig. Von den Vergleich können sie eigentlich nicht wirklich profitieren. Das Geld, das ich verzichtet habe, ist nur fiktives Geld für sie. Laut Vergleich nur wenn die Liegenschaft verkauft wird oder der Vater stirbt kriegen sie erst. Was ist wenn der Vater in die Hochalte lebt und die Liegenschaft nicht verkauft wird? Bis dorthin sind die Kinder vielleicht auch in Pension. Wozu brauchen sie noch das Geld? Außerdem, das Geld wird auch nur Papier,weil wir haben nicht mal eine Indexanpassung eingeschrieben, geschweige Zinsen.

Ich verstehe nicht wie kann ich solche Vergleich unterzeichnet haben. Jetzt fühle ich mich hilflos und ratlos.

MfG!
Christina

zum Profil... Doris : ( 2009-12-10 13:13:44 / 1873274 ) @ Hai

Ich weiss nicht, in welcher Gegend Oesterreichs Sie leben? Falls in Wien oder Nahbereich, wuerde ich Ihnen raten, dringend mit Frau RA Dr. Fechter-Petter Kontakt aufzunehmen.

gani1985 : ( 2009-12-10 13:13:49 / 1873275 )

Steht im Scheidungsvergleich drin, dass er auf Kindesunterhalt verzichtet? Wenn ja, kann er brausen gehn.

Verzicht_auf : ( 2009-12-10 13:26:09 / 1873280 ) Kinderunterhalt

Kann Mann (Frau) das überhaupt?

Ich dachte immer, das egal was Frau/Mann auch unterschreibt, es nicht wirksam ist, da es ja um das wohl der Kinder geht.

Stellt euch das mal vor wie viele Väter da Halleluja schreien würden wenn das ginge.

zum Profil... don(vormalsedwin) : ( 2009-12-10 14:28:25 / 1873323 ) hai

auf den unterhalt für die kinder konnte nicht verzichtet werden (dieser teil wäre niemals pflegschaftsbehördlich genehmigt worden).
ob der vergleich jetzt (weil plötzlich unterhalt für die kinder eingefordert wird) angefochten werden kann, möchte ich nicht beurteilen. dazu sollten sie vielleicht den rat von doris befolgen.

zum Profil... Hai : ( 2009-12-10 16:09:50 / 1873366 )

Ja, so ist es, auf den unterhalt für die kinder konnte nicht verzichtet werden. Genau aus diesen Grund hat damals nichts schriftliches hinterlassen.
Aber wohl von meiner Seit "ausdrücklich verzichtet" Ausgleichzahlung, und zugunsten der Kinder sichergestellt.
Es wäre schön wenn den Vergleich angefochten werden kann...

poglonik : ( 2011-03-18 19:59:45 / 1968966 ) scheidungsvergleich

meine ehe wurde auf antrag meiner ex vor über 21 jahren einvernehmlich geschieden. auf empfehlung des richters und der anwältin meiner ex habe ich mich zur zahlung eines monatlichen unterhalts von schilling 3000, und zwar wertgesichert, verpflichtet. habe damals laut meinen aufschreibungen zu dieser empfehlung, noch meine bedenken dagegen geäußert, dass im falle einer 2stelligen inflation, ich diese nicht mehr bezahlen könne. der richter und auch die anwältin meiner ex meinten dazu, dass ich nicht solche unrealistischen beispiele bringen möge. wenn solche hohen inflationsraten eintreten sollten, dann werden diese von meinem arbeitgeber wieder abgegolten, das war schon immer so und wird immer so sein. so der richter und die anwältn. ich schenkte ihnen glauben, leider. jetzt ist das gegenteil eingetreten. bin seit 3 jahren in pension. habe seit dieser zeit keine wertanpassung erhalten. seit 1.1.2011 um netto euro 30,37 weniger. an meine ex muss ich diese aber jährlich leisten. ich stehe das finanziell nicht mehr lange durch. bin verheiratet und nur ein einkommen. das haus ist auch zu erhalten.
gibt es eine möglichkeit, diese damalige vereinbarung abzuändern, damit meine ich, dass ich den unterhalt weiterhin bezahle, aber die wertanpassung nur in der höhe vornehme, in der meine pension angepasst wird. bitte, wenn es diesbzüglich erfahrung gibt, bitte ich um eine antwort. es wäre sehr wichtig.

franz poglonik

zum Profil... Doris : ( 2011-03-18 22:18:10 / 1968994 ) @ poglonik

Genau DIESEN Fall - 3.000,-- ATS wertgesichert, jetzt in Pension hatten wir hier schon MEHRFACH!

Wenn im Scheidungsvergleich steht, dass ein bestimmter Index heranzuziehen ist (z. B. Verbraucherpreis), dann ist es irrelevant, wenn Ihre Pension nicht ebenfalls nach diesem Index "nachgezogen" wird. Ausser einer einvernehmlichen Abaenderung (d.h. mit Zustimmung Ihrer Ex-Frau) sehe ich keine Moeglichkeit.
Im Uebrigen ist die Inflation zwar jetzt wieder auf 3 % angestiegen, aber von einer 2stelligen Inflation kann gluecklicherweise noch lange keine Rede sein.
Dass Sie seit 1.1.2011 eine geringere Nettopension erhalten, hat ausserdem nichts mit der Inflationsrate zu tun, sondern mit steuerlichen Aenderungen.

logi : ( 2011-03-19 09:48:15 / 1969015 ) @Hai

- also irgendwie ist Ihre ganze Geschichte komisch.

Wie alt sind denn die "Kinder", wenn Sie selbst schon an Pension denken, 22 Jahre verheiratet waren und vor 4 Jahren geschieden wurden ?

Auf den Unterhalt konnte der Kindsvater gar nicht verzichten, das ist gesetzlich nicht möglich.

Und € 3.500,- netto vom Staat ? Wie geht das, wenn Sie nicht gerade als Kleinkind nach Europa gekommen sind ?
Sollten das Sozialleistungen sein, dann kann er nicht in einem neuen Haus wohnen und arbeitslos spielen.

Irgendwie passt hier Vieles nicht.

Sie selbst sprechen von Pension, wann haben Sie denn die zu versorgenden Kinder bekommen ?
Dass Kinder nach Scheidungen kein Kapital bekommen ist doch normal, alle müssen ein Ableben eines Elternteils abwarten.

Meiner Meinung kann es bei einer Scheidung Ihren geschilderten "Vergleich" rechtlich gar nicht geben.

zum Profil... Doris : ( 2011-03-19 10:01:39 / 1969019 ) @ logi

Die Anfrage von "hai" ist schon veraltet (2009!)

Jantz Petra : ( 2016-06-14 18:11:23 / 2049312 ) Anfechtung-Scheidungsvergleich aus 09/2006

Mein Ex-Mann hat mich 2006 betrogen+wollte die scheidung! Er hat
mir gedroht sollte ich den vergleich nicht unterschreiben würde er mir
den anwalt auf den hals hetzen! In meiner panik+weil ich im
drogenersatzprogramm war/bin unterschrieb ich (aus angst!!) den
vergleich den er allein am pc zusammen gesetzt hatte! Kann ich jetzt
noch diesen vergleich der nur von mir unterschrieben wurde
anfechten?!?

Eule2 : ( 2016-06-14 18:27:06 / 2049313 )

Ja.

..-.. : ( 2016-06-15 06:55:58 / 2049315 )

Was steht denn überhaupt in dem Scheidungsvergleich drinnen? Bekommt dein Mann Unterhalt von dir? Hat er dein Vermögen in seine Tasche gesteckt?

Wenn nein, vergiss es einfach und sei froh, dass du ihn los bist.

+++ : ( 2016-06-15 09:03:27 / 2049317 )

Und die Ehe wurde dann auch 2006 geschieden? Was willst du dann nach fast 10 Jahren noch anfechten?

docblade : ( 2017-08-17 17:40:15 / 2051507 )

Und da kommen Sie nach 10 Jahren drauf? Oder sind sie finanziell nicht
mehr abgefangen und fragen deshalb wie sie ihrem Ex-Mann
nachträglich schaden können (kommt mir zumindest so vor)
10 Jahre nach einer Scheidung sollte doch jeder wieder auf eigenen
Beinen stehen, ansonsten ist etwas schief gelaufen.

Helga_Wien : ( 2017-09-05 09:34:48 / 2051659 )

Zu Anfechtung-Scheidungsvergleich aus 09/2006

Was beinhaltet der Scheidungs-vergleich überhaupt?
Es kann nicht sein das ein Vergleich nur von ihnen
alleine unterschrieben wurde, ich glaube Sie
verwechseln Äpfel mit Birnen, denn ein Vergleich wird
auch erst vor dem Richter/Anwalt getroffen und auch
erst dort unterschrieben. Daher dürften Sie wohl Äpfel
mit Birnen verwechseln. Wenn Sie damals die Möglichkeit
der Unterhaltszahlung nicht genutzt haben, sind Sie (so
leid es mir tut) selber Schuld, jetzt ist es viel zu
spät.
Machen Sie das beste aus ihrem Leben und schließen das
Kapitel aus 2003.

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