Recht und Gericht in Österreich 
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Nanchen : ( 2011-03-25 13:53:35 / 1970178 ) Bürgschaft für Kredit vom Ehemann eingehen?

Hallo!

Ich hoffe hier auf Rat in einer Sache in der ich keine Erfahrung habe und in der ich auch keinen Blödsinn machen möchte.

Ich bin seit einem halben Jahr verheiratet, es gibt auch einen bestehenden Ehevertrag (mein Mann hat ein Grundstück mit in die Ehe genommen) in dem unter anderem vereinbart ist, dass meinem Mann das Haus alleine gehören wird, welches er auf seinem Grundstück bauen möchte.
Ich stehe auch nicht im Grundbuch und den Kredit möchte meine Mann auch alleine bezahlen. Mein Part an der Sache ist dann die Einrichtung des Hauses, welche dann im Falle einer Scheidung natürlich mir gehört. Wurde auch so vereinbart im Ehevertrag, dass alles was ich einbringe in die Ehe auch nachher mir gehört.

Nun wird mein Mann vermutlich den Kredit über 200.000€ nicht so ohne Sicherheiten (außer dem Grundstück,das ist 120.000€ Wert) bekommen und ich werde, nehme ich an, auch im Kredit drinnen stehen müssen, damit die Berechnung der Bank auch aufgeht.

Allerdings will mein Mann nicht,dass ich beim Kredit mitzahle, er möchte somit verhindern, dass im Falle einer Scheidung kein Streit ums Haus entsteht und er mich nicht ausbezahlen muss,was er mit laufendem Kredit ohnehin nicht könnte und er dann das Haus verkaufen müsste.
Nun habe ich schon oft gehört,dass man wenn es vermeidbar ist keine Bürgschaften eingehen soll,allerdings denke ich dass er in dem Fall den Kredit nicht bekommen würde und wir wollen ja beide das Haus bald bauen und eine Familie gründen.

Meine Frage ist also auf was ich achten sollte um mich möglichs gut abzusichern,falls es doch zu einer Scheidung kommen sollte und welche Art von Bürgschaft hier am besten wäre?

Vielen Dank im Voraus!

Antworten:

eti : ( 2011-03-25 14:03:20 / 1970181 ) @Nanchen

um es richtig zu verstehen :
Sie bekämen in keinem Fall das Haus, das Grundstück, brauchen dafür auch nichts zu zahlen zur Zeit.

Was ist, wenn.....??

Die Einrichtung sollen Sie finanzieren .
Was machen Sie mit einer zum Teil fix eingebauten Einrichtung, die ausserdem nach relativ kurzer Zeit massiv an Wert verliert ?

Und falls Ihr Mann Ihnen gnädigerweise eine Ablöse zahlt ( weil die Möbel ziemlich sicher nirgends mehr reinpassen ) , dann kann er den Wert bestimmen bzw. nach 10Jahren können Sie das vergessen.

Der grösste Haken dabei ist aber, dass wenn Ihr Mann sich anderweitig orientiert , Sie durchaus in die Pflicht genommen werden können und mit den Schulden dastehen und er sitzt mit einer anderen Frau in seinem Haus und kann sich alles leisten.
Muss nicht sein, kann aber.

Ich würde niemals unter diesen Umständen einen Bürgen machen. Ihr Mann hat sich völlig abgesichert, möchte auf keinen Fall riskieren mit Ihnen zu teilen und wälzt das Risiko voll auf Sie ab.

Ist Ihnen das eigentlich bewusst ?

zum Profil... Doris : ( 2011-03-25 14:05:29 / 1970183 ) @ Nanchen

"eti" ist mir zuvor gekommen, aber das Gleiche wollte ich Ihnen auch raten.

kakadu : ( 2011-03-25 14:16:25 / 1970184 )

Hallo!

"Bürgen soll man würgen" oder eine Bürgschaft darf man nur eingehen, wenn man demjenigen, für den man bürgt, das Geld auch schenken könnte :-). Nämlich auf das läuft´s raus im Falle des Falles!

So, Ihr Mann ist ja scheinbar ein ganz cleverer. Er will alles behalten und im schlimmsten Fall dürfen Sie dafür zahlen :-).
Warum haben Sie überhaupt geheiratet? Eine Ehe ist nunmal auch oder vor allem eine Wirtschaftseinheit - und grundsätzlich alles, was in einer Ehe erwirtschaftet wird, wird geteilt 50:50 im Falle einer Scheidung.
Er würde im Falle des Falles super dastehen und Sie mit wenig bis nichts :-( und im schlimmsten Falle dürfen Sie noch für Schulden bezahlen, die eigentlich nicht Ihre sind - bei dieser Höhe ist dann ein Privatkonkurs vorprogrammiert - außer Sie können mal so locker monatlich 1.000,-- bis 1.200,-- berappen, zusätzlich irgendwo Miete zahlen, ev. zukünftige Kind(er) versorgen, also Sie haben mindestens ein Einkommen von 2.500,-- bis 3.000,-- netto :-).

Wenn Sie schon eine Bürgschaft eingehen sollen für diese Kreditsumme, dann sollen Sie auch zu 50% im Grundbuch stehen. Dass der Grudstückswert eingebracht wurde in die Ehe ist ja nachvollziehbar und im Falle einer Scheidung würden Sie davon nichts bekommen, aber vom Haus selber würden Sie 50% eben bekommen.
Außerdem ist ein Haus ein "beständigerer" Wert als eine Einrichtung, die im Falle des Falles Sie wahrscheinlich nicht einmal weiterverwenden können bzw. dann zum Spottpreis abgelöst wird, außerdem ist eine Einrichtung in 10 Jahren sowieso nichts mehr wert :-(. D.h. so wie es jetzt aussieht, legt er sein Geld super an und Ihres wird verprasst - ganz einfach. Wollen Sie das wirklich?

Und wenn er die Rate dann mal nicht zahlen kann, dann dürfen Sie diese übernehmen!!! Und dafür soll Ihnen nichtmal was gehören im Endeffekt!!!

Finger weg!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Meine persönliche ehrliche Meinung: Sehr besorgt ist Ihr Ehemann um Ihr Wohlergehen nicht gerade :-(, unter solchen Voraussetzungen würde ich niemals mit jemanden zusammen ein Haus bauen!


eti : ( 2011-03-25 14:20:17 / 1970187 ) Ehrlich

- Nanchen tut mir fast leid...

Nanchen : ( 2011-03-25 14:26:12 / 1970188 )

Das Grundstück hat er sich selbst gekauft und er möchte sich auch selbst das Haus darauf bauen, für den Kredit zahlt er ja alleine der Zinsen wegen sowieso das doppelte zurück und hat damit kein wirklich gutes Geschäft gemacht.

Diese Zinsen erspare ich mir und ich habe auch sonst keinerlei Unterhaltskosten wie Miete oder so zu bezahlen.
Da ist es denke ich doch sein gutes Recht sich absichern zu wollen,dass ich ihm bei einer Scheidung nicht ein Haus wegnehmen kann,dass er vollständig alleine bezahlt hat,da wäre er ja sehr dumm.

Dafür hab ich als einzig ersichtlichen Nachteil (abgesehen von der Bürgschaft die nur im Falle der SCheidung zum tragen kommt) dass die Einrichtung (habe "nur" 40.000€ zur Verfügung dafür) natürlich einen Wertverlust hat,aber abgesehen von einer Küche kann ich im Falle des Falles ja alles mitnehmen was Möbel betrifft sofern ich das will.

Also hat die größeren Ausgaben in jedem Fall mein Mann und ich nur den Wertverlust der Möbel, irgendwas muss ich schließlich auch investieren.

Ob die Bürgschaft zwingend von der Bank verlang wird, weiß ich noch nicht,aber ich rechne lieber mal damit und deshalb wollte ich mich hier beraten lassen, wie ich nicht zu viel Risiko eingehe.
Im Notfall bestünde eventuell auch die Möglichkeit,dass seine Mutter als Bürge unterschreibt.

eti : ( 2011-03-25 14:48:49 / 1970189 ) @Nanchen

haben Sie schon einmal davon gehört, dass ein Mann dafür sorgt, dass seine zukünftige Familie ein Nest hat ?
Und so wie er es macht, macht er sehr wohl ein gutes Geschäft oder hätten Sie bei Ihm Miete etc. zahlen sollen ?
Er ist Ihr Mann und nicht Ihr Vermieter.

Die Bürgschaft kommt nicht nur im Fall einer Scheidung zum tragen, sondern kann einen Tag ab Beginn Ihre Zukunft kosten.
Vielleicht erkennen Sie ja selbst einmal, dass Ihr Mann nicht der ersehnte Traum ist, was glauben Sie was er dann gleich macht ?

Die Höhe Ihrer "Investition" ist ein Wahnsinn unter diesen Umständen.

Um dieses Geld bekommen Sie viele Küchen und noch obendrein vielleicht einen Mann, der mit Ihnen teilt, damit Sie genauso wie er eventuell ein Leben "danach" führen können.

Sie müssen jetzt das Gute herausstreichen, aber es wird unter den von Ihnen geschilderten Umständen ziemlich sicher ein böses Erwachen geben. So oder so.

lalala : ( 2011-03-25 15:12:31 / 1970190 )

ich würde mich in diesem falls absichern. soll heissen: du stehst so lang zu gleichen teilen im grundbuch solang du auch bürgin für den kredit bist.
denn schlimmstenfalls zahlt er die rate nicht mehr und du bezahlst für ein haus, dass ausschließlich ihm gehört....
also vorsicht... klingt immer alles super fein wenn man sich gut versteht, aber im fall der scheidung kannst du ganz schön dumm dastehen....

kakadu : ( 2011-03-25 15:18:21 / 1970192 )

Hallo,

ok, schön und gut. Ich verstehe, dass Ihr Mann das Grundstück gekauft hat und dass Ihnen davon 0 zusteht - den Rest verstehe ich trotzdem nicht!!!

Warum hat er dann geheiratet????????
Es ist nunmal Fakt, dass selbst wenn die Frau zuhause die Kinder betreut, sie damit 50% zum Lebensunterhalt beiträgt!!!

Bsp.: Er verdient pro Monat 2000,--, sie 1000,--, kinderlos... im Falle einer Scheidung ist es so, als hätten eben beide jeweils 1500,-- verdient!
Oder er verdient 3000,--, sie zuhause, 1-2 Kinder, dann ist es auch so, als hätte eben jeder 1.500,-- verdient pro Monat. Und schön, dass Sie nicht Miete bezahlen müssen - sorry, aber er, so scheint es, verdient wesentlich mehr als Sie, ist Ihnen gegenüber durch die Ehe unterhaltspflichtig!!! Und zwar 40% vom Familieneinkommen (also Ihr Gehalt und seines zusammengerechnet, davon 40%) stehen Ihnen zu. In aufrechter Ehe geschieht das als "Naturalunterhalt" wie eben zur Verfügung stellen von Wohnraum etc.

Entweder ist Ihnen nicht bewußt, was Ehe bedeutet oder Ihrem Mann oder vlt. beiden?!

UND SEHR OFT MACHT GERADE DIE FRAU MEHR IM HAUSHALT und hält somit dem Mann den Rücken frei, damit er Karriere machen kann - soll das in Ihren Augen nichts wert sein?
zb. Es ist ein Kind da, Frau arbeitet Teilzeit, betreut anschließend Kind und erledigt den Haushalt, weil der Mann ein Manager ist, welcher 50-60 Stunden die Woche arbeitet. Könnte er 50-60 Stunden arbeiten, wenn er ein Kind hätte, welches versorgt gehört? Könnte er da nebenbei noch kochen, putzen, waschen, Rasenmähen?
Warum bitteschön soll die Frau das alles "gratis" machen?
Er profitiert ja genauso davon - genau deshalb gilt eben in einer Ehe 50:50!!! Gehen beide ganztags arbeiten, so gilt auch bei der Hausarbeit 50:50 = einfach so.

Also in Ihrem Fall werden sie da einfach gnadenlos über den Tisch gezogen!

Und selbst, wenn die Mutter als Bürge geht, dann legen sie sich lieber in die Sonne als Ziegel schleppen oder Baudreck putzen! Weil das ist dann auch nichts wert!

Ich finde, dass auf dieser Basis eine Ehe von vornherein zum Scheitern verurteilt ist :-(, weil es einfach nicht "ausgewogen" ist. Er alles - sie nichts :-(.

Dann hätten Sie mal lieber Ihre 40.000,-- zum Grundstück dazugegeben und er hätte dafür die Einrichtung, die nach 10 Jahren eh nix mehr wert ist, berappt :-). Der Grundstückspreis steigt ev. in den nächsten Jahren :-) - die Einrichtung garantiert nicht!!!



Sie lassen sich da über den Tisch ziehen - und Zinsen im Falle des Falles der Bürgschaft müssen Sie genauso zahlen :-).




zum Profil... thomasl : ( 2011-03-25 15:51:19 / 1970197 )

Wenn das Haus und der Grund genug Wert ist, dann brauchts auch keine Bürgschaft. Wenn nicht, dann muss man halt überlegen, ob man das Risiko eingehen will. Grundsätzlich gilt es Bürgschaften zu vermeiden (wenn man der Bürge sein soll;-) ), denn man haftet da dann wirklich voll mit.

Grundsätzlich ist so die Ehevereinbarung auch nicht unanständig, wenn der Mann das Grundstück einbringt und das Haus selbst zahlt, dann wird die Frau nicht über den Tisch gezogen, wenn er es nach der Scheidung behält, denn die Zahlungen für das Haus mindern nicht den Unterhaltsanspruch der Ehefrau und auch nicht den Rechtsanspruch in diesem Haus zu wohnen. Ungleich wäre es nur dann, wenn der Unterhaltsanspruch wegen der Hauszahlungsraten reduziert würde. Aus rein finanzieller Sicht der Frau ist das etwas, worauf sie achten sollte. Da kann es potentiell finanzielle Ungerechtigkeiten geben, aber man muss nicht gleich hysterisch den feministischen Teufel an die Wand malen, wie manche das hier tun. Rein ökonomisch betrachtet wäre es aber durchaus logisch für eine Bürgschaft eine Gegenleistung zu verlangen.

Also a) die Frage klären, ob eine Bürgschaft notwendig ist. Soweit wie möglich sollte eine Bürgschaft vermieden werden. Bausparkassen dürfen z.B. bausparkassenrechtlich ein Grundstück auf 80% des Wertes belehnen, und wenn das Darlehen nur schrittweise nach Baufortschritt ausbezahlt wird, geht sich das in vielen Fällen gut aus. Dann brauchts auch keine Bürgschaft.
b) wenns eine Bürgschaft braucht, schadet es natürlich für die Frau nicht, sich nochmal rechtlich durch Anwalt oder Notar beraten zu lassen.


Nanchen : ( 2011-03-25 16:14:37 / 1970205 )

Ich bin wirklich etwas überrascht, wie dramatisch meine Situation hier beschrieben wird. Er will mich doch nicht ausbeuten oder so. Er will nur verhindern,dass er den Grund verlieren könnte den er ja bezahlt hat und wir das Haus im Falle einer Scheidung verkaufen müssen damit jeder sein Geld raus bekommt.

Über die Sache mit dem 50:50 Anspruch hab ich noch nicht so genau nachgedacht, ich muss auch gestehen dass wir uns über soetwas vor der Hochzeit nicht informiert haben und wir sind beide recht jung (er 22 und ich 25) und haben auch noch nicht die Lebenserfahrung in solchen Dingen.

Also meint ihr,dass ich besser aussteigen würde,wenn ich auch im Kredit stehe, mit 50% im Grundbuch stehe und den Kredit mitbezahle und somit das halbe Haus besitze und wir im Falle einer Scheidung das Haus verkaufen müssen?

Danke Thomasl,dass du mir als einziger hier gerade nicht komplett panik machst,dass ich anscheinend den größten Fehler überhaupt mache.

Leserin1 : ( 2011-03-25 16:36:12 / 1970211 )

Besser die Überraschung vorher als nachher. Wenn du nämlich 10-20 Jahre mitgearbeitet, die Kinder versorgt und den Haushalt geführt hast und dann mit nix gehen kannst. Immerhin gut, dass du vorher fragst anstatt nachher zu jammern und zu klagen, dass du kein Geld hast, einen schlecht bezahlten Job und auch keine Wohnung mehr. Es gibt genug Beispiele hier im Forum, wo Frauen an der Schwelle des Alters mit praktisch nichts dastehen, nachdem sie jahrzehntelang einen Ehemann und Kinder versorgt haben. Dann unterschreiben sie irgendwann entnervt einen Unterhaltsverzicht, weil der Mann Terror macht oder eh schon die ganze Zeit gewalttätig war, und das war's dann.

Eine Ehe sollte eine Gemeinschaft sein, sonst brauche ich ja gar nicht zu heiraten, wenn ich eh wirtschafte, als ob ich alleine wäre.

Und die Investition in die Möbel ist praktisch nichts mehr wert, sobald der Kaufvertrag dafür unterschrieben wurde. Gebrauchte Möbel kann man eigentlich nur mehr herschenken, abkaufen tut einem die niemand. Wenn das Geld knapp ist, würde ich nicht gleich um 40.000 Euro einrichten, sondern schauen, ob ich günstig gebrauchte Möbel auftreiben kann, vielleicht sogar im Verwandten- oder Bekanntenkreis. Auch die Küche muss nicht von Beginn an super duper sein, man kann z.B. fürs erste einen Küchenblock reinstellen, der tut es sicherlich 10 Jahre.

Ob die Banken einen Kredit ohne Bürgschaft durch die Ehefrau vergeben, weiß ich nicht. Ich glaube, das tun die nur sehr ungern, egal wie viel das belehnte Grundstück wert ist.

Wer in dem Alter denkt schon an einen Ehevertrag? Außerdem besteht immer ein Anspruch auf die gemeinsame eheliche Wohnung, so gut kann man sich gar nicht dagegen absichern.

Ich würde mir das ganze gut überlegen. Auf keinen Fall eine Bürgschaft unterschreiben, und keinesfalls das ganze Geld in die Möbel investieren. Mir scheint, du bist ein bisschen naiv, was sich auch durch deine Jugend und Unerfahrenheit erklären lässt. Dein Mann hingegen scheint trotz seines Alters ganz schön abgebrüht zu sein (oder gut beraten durch seine Eltern).

zum Profil... thomasl : ( 2011-03-25 17:18:55 / 1970213 )

@Nanchen: lass dich nicht verrückt machen. Es ist auf der einen Seite durchaus wichtig die Sache etwas nüchtern zu betrachten und in Betracht zu ziehen, dass die Ehe scheitern könnte (und nicht nur die rosarote Brille aufhaben).

Auf der anderen Seite kann man sich doch nicht immer nur an irgendwelchen besonderen Negativerfahrungen anderer orientieren. Das mag schon sein, dass da reelle Erfahrungen dahinter stehen, aber als allgemeiner Handlungsmaßstab ist das nutzlos. Wenn man immer vom worst case Szenario ausgeht, kann man sich nur einsperren und am besten Selbstmord begehen.

Genausowenig soll man sich an irgendwelchen radikalen paranoiden Menschen orientieren. Weder an Männern, die sich nur von rachsüchtigen Furien umgeben sehen, noch an Frauen, die sich von lauter patriarchalischen Unterdrückern umgeben sehen, samt den dahinterstehenden Organisationen, die solchen Unfug vertreten. Solche Leute sollen bitte ihre Wahnvorstellungen am besten untereinander ausleben.

Ich bin auch der Meinung, dass eine Ehe eine Gemeinschaft ist. Sie ist aber keine rein materielle Gemeinschaft, sonst wäre es weitaus sinnvoller gewesen eine GmbH zu gründen statt zu heiraten. Es kommt nicht nur auf Vermögen und Geld an und Risiken sind halt immer dabei. Und dann kommt noch dazu, dass die Bedürfnisse und Wertvorstellungen völlig unterschiedlich sind. Was wem wichtig ist und was nicht, ist individuell unterschiedlich, so unverständlich das für andere auch sein mag. Deshalb sollte man sich da auch nichts von anderen aufoktruieren lassen.

Und aus der Praxis gesprochen: ich hab schon öfters Frauen, aber auch Männer, in Scheidungsverfahren vertreten. Dass da immer die einen die Guten und die anderen die Bösen, die einen die Armen und die anderen die Reichen wären, kann ich nicht bestätigen. Im Unterschied zu so manchen Beratungsorganisationen (deren Arbeit gut und wichtig ist), hab ich halt den Vorteil, dass ich beide Seiten kenne.


zum Profil... thomasl : ( 2011-03-25 17:19:55 / 1970214 )

...aber Bürgschaft versuchen zu vermeiden, das gilt immer, nicht nur in der Ehe! (außer man ist selbst der Gläubiger *g*)

eti : ( 2011-03-25 18:49:40 / 1970226 ) @Nanchen

- ich finde auch, dass Du Dich jetzt nicht verrückt machen sollst. Vor allem will Dir hier niemand was Böses .

Aber Deine Anfrage zeigt schon, dass Du -trotz immerhin 25 Jahren - Deine € 40.000,- und noch Deine Zukunft sehr locker riskierst. Im Gegensatz zu Deine Mann. Es ist auch ungewöhnlich, dass ein so junger Ehemann derartige Eheverträge abschliesst. Ganz schön vorausblickend ;.)

Der Ehevertrag in Ehren, aber Dein Mann ist auch moralisch verpflichtet, für Dich und jede Ehesituation in der Zukunft mitzudenken.

Es geht nicht nur um die Bürgschaft, die ich so niemals !!!! unterzeichnen würde. Es geht auch darum, dass er gefühlsmässig mit der Zukunftssicherung massiv an sich selbst denkt und Dir den absolut riskanten Teil überlässt.
Was spricht dagegen, dass Sie gemeinsam etwas aufbauen und im Fall der Fälle teilen . Das machen wohl fast alle Paare so in der Hoffnung, dass es gutgeht.

Was würde er eigentlich machen, wenn er nicht verheiratet wäre ??? Er könnte sein Haus genauso nicht finanzieren - oder ? So gesehen sind Sie sein Joker jetzt.
Tut mir leid, aber das sind Tatsachen. Was sagen eigentlich Ihre Eltern dazu ? Oder Freunde ? Das würde mich jetzt ganz ehrlich interessieren.

Übrigens, wenn Ihr Kinder wollt, dann kann Dir passieren, dass Du aufgrund Deiner finanziellen Situation im Falle einer Trennung die Kinder an den Vater abgeben darfst. Denn er wird dann wahrscheinlich das Haus, die geregelte finanzielle Sicherheit und eine Ersatzmutter vorweisen können.

@Eti : ( 2011-03-25 18:57:48 / 1970227 )

Es heisst Ehepakt in Österreich, nicht Ehevertrag

eti : ( 2011-03-25 19:14:55 / 1970234 ) @

ja und ?

Nanchen hat es so geschrieben und wird mich daher sicher verstehen.

fragehier : ( 2011-03-25 19:18:04 / 1970238 ) @Nanchen

was wäre eigentlich, wenn Sie der Bürgschaft nicht zustimmen und auch nur einen Teil Ihres Vermögen in die Einrichtung stecken`? Ebenfalls aus Vorsicht, man weiss ja nie was kommt ?

Hängt eigentlich die Erfüllung Ihrer gemeinsamen Wünsche von Ihnen ab ?

kakadu : ( 2011-03-25 21:47:18 / 1970266 )

Hallo,

am besten wäre es natürlich sowieso, wenn keine Bürgschaft gebraucht werden würde :-).

Und natürlich sollte man darauf vertrauen, dass die Ehe gut geht und bla bla bla... eh klar, sonst würde sowieso keiner heiraten :-). Aber, man muss sich halt auch im Klaren sein, dass mehr als 40% der Ehen geschieden werden!!!

Und man soll sich halt auch im Klaren sein, dass nicht alle Paare dann unbedingt fair miteinander umgehen, sondern sehr oft das Gegenteil der Fall ist!

Bei einer Scheidung könnte es sein, dass Sie dann "nur" mehr als Ausfallsbürge geführt werden bei der Bank - aber selbt ein Ausfallsbürge bürgt im Falle des Falles - egal was im Scheidungsvergleich steht! Sie schließen den Bürgschaftsvertrag mit der Bank ab - nicht mit ihrem Ehemann!

So, sagen wir 10 Jahre später... 2 Kinder sind da, Sie verdienen in TZ 750,-- netto - die Ehe scheitert.
Die Kinder werden bei Ihnen leben. Ihr Mann verdient 2000,--. Also inkl. FBH haben Sie zusammen alle ca. 3000,--, ca. 1500,-- Fixkosten, der Rest zum Leben. Da klappt das dann ja auch :-). So, nach der Scheidung soll er alleine aufkommen für die Fixkosten, die ja annähernd gleich bleiben + Alimente/Unterhalt an Sie/Kinder bezahlen, außerdem bekommen Sie als Frau die FBH, Ihr Einkommen sowieso - bitte von was soll der Mann dann leben? Der Kredit bei 200.000,-- wird aber in 10 Jahren noch nicht getilgt sein und das ist auch egal, denn die Unterhaltszahlungen werden von seinem Einkommen berechnet. Fakt ist, er könnte sich bei diesen enormen Fixkosten nicht einmal mehr diese vollständig leisten, geschweige denn leben und Unterhalt zahlen! Selbst wenn er nur für die Kinder Unterhalt zahlen muss (d.h. Sie würden schuldig geschieden werden bzw. verzichten, sind das je nach Kindesalter irgendwo bei 15-20% v. Einkommen pro Kind! Muss er für Sie auch Unterhalt zahlen, dann sind mehr als 50% von seinem Einkommen weg!

Ok, jetzt spinnen wir das Ganze weiter... Er kann die Kreditzahlungen so natürlich nicht mehr leisten, die Bank will ihr Geld aber sehen. Sie pfänden ihn/Haus wird im Endeffekt zwangsversteigert - weit unter Wert natürlich, ungefähr 60% vom Neuwert mit viel Glück :-), abzgl. natürlich offener Forderungen - so könnte u.U. sogar rauskommen, dass das Haus weg ist und trotzdem aufs Haus noch Schulden da sind (das ist gar nicht so selten der Fall!). Ab diesem Zeitpunkt, Mann psychisch fertig, geht er mehr in den Krankenstand als sonstwas - Folge: Sie werden den Unterhalt nicht mehr bekommen, der den Kindern und ggf. Ihnen zusteht, weil er das Einkommen einfach nicht mehr hat und die Bank klopft bei Ihnen an! Zahlen... Ja, einerseits dann weniger Einkommen/Unterhalt, andererseits müssen Sie ja dann auch Miete + Unkosten bezahlen, die Kinder ernähren usw. - defakto sind Sie dann genauso schnell zahlungsunfähig wahrscheinlich :-(.

Ich will Ihnen keine Angst machen, aber suchen Sie mal ein bisserl im Netz, das kommt leider öfters vor als man denkt und dann schreit jeder, dem das so oder ähnlich passiert ist "Finger weg von einer Bürgschaft"!

Klar, war das Worst-case-Sezenario! Und das wünsche ich niemanden!

Ich finde einfach, dass man in einer Ehe sich gemeinsam etwas aufbaut und ja, sollte die Ehe schief gehen, dann eben das Guthaben und die Schulden teilt und nicht der eine hat alles, der andere nix und wird mit ein paar Möbeln, die zu dem Zeitpunkt nichts mehr wert sind, abgespeist.


eti : ( 2011-03-25 21:53:01 / 1970268 ) @kakadu

Ihr Wort in Gottes Ohr.
Niemand glaubt am Anfang einer Ehe solche Szenarien, aber sie sind leider durchaus Alltag heutzutage.

Es gehört zur Liebe auch die Bereitschaft die Schulden fair zu verteilen und das Risiko eines Scheiterns soll für Beide gleich gross sein.
Ansonsten müsste man sich schon fragen - warum nicht ??

zum Profil... Firenze : ( 2011-03-25 21:54:14 / 1970269 )

Ich kenne Fälle, bei denen NACH der Versteigerung des Hauses noch Schulden von über € 300.000,-- übrig geblieben sind.

Auch ich kann Ihnen nur von einer Bürgschaft dringend abraten. Im übrigen natürlich auch davon, dass Sie als Mitkreditnehmerin auftreten.

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-25 22:15:46 / 1970278 ) thomasl DANKE

Servus liebe Leute. :)
Ich bin der schlimme hinterhältige betrügerische Ehemann. Vorweg, meine Frau lebt noch und wurde nicht geschlagen und wir sitzen gerade nebeneinander und haben gemeinsam die Posts durchgelesen.

Wie schon im Betreff erwähnt muss ich dir thomasl DANKE sagen, da du es eigentlich vollkommen auf den Punkt getroffen hast. Sogar das mit der Zwecksgemeinschaft (GmbH), hab ich genauso wie du erwähnt, bevor ich zu deinem Beitrag gekommen bin. Ich sehe es genauso, dass man wegen der Liebe heiratet und nicht weil ich sehen will wie zwei Gehälter zusammen aussehen...
Dass darauf zu achten ist, dass beide gleich aussteigen, ist genau das, was für mich auch wichtig ist, wenn man auf den "wirtschaftlichen" Teil schaut.

Weiters möchte ich erwähnen, dass ich derjenige war, der von Anfang an darauf bedacht war, wenn ich alleine den Kredit nicht bekomme (Frau muss mitunterschreiben), dass Sie im Fall der Fälle aus dem Kredit raus kann. Da ich aber selber noch keine Antwort darauf habe (seitens der Bank oder ähnlichem), hat meine Frau diese Frage mal hier eingeworfen. Gleichzeitig ist es uns eben nicht bekannt, wann die Bank, sie nur als (Mit)-kreditnehmer sieht und wann als Bürge.

Zum nächsten Punkt möchte ich mal alle Fragen, habt ihr alle schon mal einen Kredit aufgenommen, dann wüstet ihr, wie auch schon meine Frau erwähnt hat, dass man mehr als das doppelte an Kredit zurück zahlt. Somit wenn unsere Kreditsumme 200 000€ ist, muss ich also 400 000€ mindestens zurückzahlen. Wenn ich das jetzt nur mal im vergleich stellen darf. Ich zahl 200 000€ in die Bank ein und bekomm dafür nichts und meine Frau zahlt 40000 ins Haus ein (20% von meinem Betrag) und bekommt dafür, so viele Jahre wie wir es gemeinsam "aushalten" in einem schönen Haus. Sehe ich das als mehr als fair....

Was dazu kommt, dass ich in der Karenzzeit sehr wohl darauf bedacht bin, dass meine Frau genauso viel Geld hat wie ich. (also ich zahl ihr die Differenz zwischen meinem Gehalt und dem Karenzgeld).
Bevor die Frage aufkommt, natürlich wenn wir ein Kind hätten, bezahlen wir beide gleich viel für das Kind, wir haben ja auch gleich viel Geld, da wir es uns aufteilen.

Jetzt kommt ein weiterer Vorteil für meine Frau. Während ich die ganze Zeit das Geld in den Kredit pulvere, kann sie die ganze Zeit (rein theoretisch, wenn sie keine Eigeneinkäufe macht) genau die gleiche Summe an Geld sparen. Somit hätte sie nach 10 Jahren (wo die Einrichtung ja nichts mehr Wert ist) wenn die Kreditsumme 700€ ausmacht 84 000€ gespart.

Wo ist noch mal der Nachteil für meine Frau? Zumindest mal Geld mäßig nicht... Das steht fest...
Ich würde liebend gerne mit ihr tauschen, doch blöderweise ist dieses System so aufgebaut, dass man eben auf Sicherheit geht...

Wie auf Sicherheit?
Wenn was passiert gehört alles mir, aber jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Problem. Nämlich was ist wenn meine Frau aus dem Kredit aussteigen will und die Bank lässt es nicht zu (keine Sicherheit für die Bank, dass ich es mir alleine leisten kann) und ich muss somit das Haus verkaufen, damit sie einen Kredit aufnehmen kann. Bzw. damit sie eben nicht mehr von der Bank belangt werden kann. Deswegen wieder zu der eigentlichen Frage, kann sie einfach aus dem Kredit aussteigen??

Andere Methode, wenn wir beide 50 / 50 bezahlen würden, müsste ich ihr auch plötzlich ihren bis dahin eingezahlten Wert zurückzahlen. Was bedeuten würde, dass ich während der Einzahlungen, so oder so den kompletten Betrag der Kreditsumme mir ansparen muss. Wenn ich dies nicht machen würde (machen die meisten Paare nicht), haben wir automatisch das Problem, dass wir das Haus verkaufen müssten, damit wir ich sie auszahlen kann.

So und jetzt meine gescheiten Leute, was wäre in diesem Fall (den ich unbedingt vermeiden will). Wir hätten beide extrem viel Geld an die Bank gezahlt und bekommen beide dafür einen mickrigen Anteil davon. Habt ihr gescheiten Leute schon mal daran gedacht??? Ich glaube nicht...

Übrigens meine Eltern haben mir zwar viel beigebracht, aber das meiste davon hab ich mir selbst zusammen gereimt. Nennt man logisch denken...

Weiters möchte ich auch noch erwähnen, dass ich meiner Frau angeboten hab, dass selbst wenn die Einrichtung laut Gesetz nichts mehr Wert ist, ich ihr trotzdem eine ordentliche Ablöse zahlen werde (dies werden wir schriftlich festhalten). Und ob sie die kompletten 40.000 braucht oder nicht, ist auch noch nicht fixiert, ich sehe das Geld eher während des Bauens als Notlösung. Und nach dem Bauen, als Teil unserer Einrichtung.

Bezüglich des Ehevertrages (oder Ehepakt) den hab ich wegen der Sicherheit abgeschlossen, damit es klar geregelt ist, wem das Haus gehört und somit ein Verkauf verhindert werden kann. Dadurch gebe ich nicht unnötig Geld bei der Bank aus und es dient nicht dazu, dass ich meiner Frau etwas wegnehmen möchte. Es ist natürlich auch im Vertrag geregelt, dass alles was meine Frau an Geld in das Haus steckt, sie im Falle einer Scheidung wieder retour bekommt.

Bevor ich noch zum Ende komme, möchte ich auch noch meinen Senf zu zwei Punkten abgeben. Erstens wenn man sich eine Wohnung einrichtet (ausmalen, etc) und arbeit gratis rein steckt und man dann drauf kommt man kann sie sich nicht mehr leisten zahlt einem das auch niemand.

Und der zweite Punkt, wenn meine Frau z.B. nach der Karenz beschließt, dass sie nur noch halbtägig Arbeiten geht, ist es Vereinbarungssache zwischen mir und meiner Frau, ob und wie viel Geld ich ihr zur Verfügung stelle. Sie kann genauso gut auch ihrer Karriere folgen und die Kinder in den Hort schicken, oder ein weiterer Punkt, genauso gut könnte ich beschließen ich bleibe zu Hause am Nachmittag. Ja, auch das ist möglich liebe Leute. Und ich würde genauso wenig von meiner Frau verlangen, dass sie mir genau 50 / 50 auszahlt. Das heißt nicht, dass es nicht ausgemacht werden kann, weil der andere Partner meint, gut wir ersparen uns den Hort /Nachmittagsbetreuung und du hast auch eine Arbeit mit dem Kind.

Und was dazu kommt, ich bin absoluter Feind von Männern, die meinen, dass Hausarbeiten Frauen Arbeit ist. Sogar wenn meine Frau die hälfte des Tages zu Hause ist, dann sehe ich die "Arbeit" von ihr ist die Kinderarbeit, aber doch nicht die Hausarbeit. Die Hausarbeit gehört noch immer uns beiden und sollte dementsprechend aufgeteilt werden!

Und liebe Leute, ich würde liebend gerne mit meiner Frau tauschen, da sie doch um einiges besser aussteigt als ich. Doch blöderweise war es meine Idee nicht mein Geld in irgendeine Miete zu stecken, sondern gleich in etwas was mal mir gehört und das man auf Sicherheit achten sollte, würde ich nur jedem empfehlen. Überlegt euch lieber das Konzept auch für euch, anstatt mich hier als schlechten Ehemann darzustellen, denn es kann egal wem helfen, nicht einer Bank oder einem Vermieter das Geld in die Taschen zu stopfen.

Ich möchte hiermit auch noch mal thomasl danken, dass er meiner Frau mit den richtigen Ansätzen entgegen gekommen ist und wir werden alles versuchen um die Bürgschaft zu vermeiden und einen Kreditausstieg zu gewährleisten.

Wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Mit freundlichen Grüßen
Arnubil


zum Profil... Firenze : ( 2011-03-25 22:34:57 / 1970283 ) @arnubil

Es ging doch primär um die Frage, ob Ihre Frau eine Bürgschaft eingehen soll (bzw. verlangen die Banken in der Regel, dass der Partner als Mitkreditnehmer auftritt). Davon ist im vorliegenden Fall meines Erachtens jedenfalls abzuraten.

Wie oben schon erwähnt - im Fall einer Trennung wird das Haus eventuell unter dem Wert versteigert, es bleiben häufig hohe Restforderungen über. Sie hätten dann eventuell Unterhalt für Kinder zu bezahlen und können mit dem verbleibenden Einkommen die Kreditraten nicht bezahlen, der Kredit wird fällig gestellt, es kommt zu einer Exekution und die Bank greift auch auf Ihre Gattin zu.

Können Sie dieses Szenario etwa ausschließen? In der Regel verfügt man in Ihrem Alter (außer bei einer ausreichenden Erbschaft) auch nicht über exorbitante Eigenmittel.

Im übrigen müssen Sie auch einplanen, dass eben ein Einkommen wegfällt (Karenz der Gattin), wenn bei Ihnen selbst auch aus irgendwelchen Gründen das Einkommen sinkt (Arbeitsplatzverlust, Erkrankung ...) dann wird es eng.

Und warum in aller Welt soll eine Bank Ihre Frau aus der Haftung entlassen???


eti : ( 2011-03-25 22:38:29 / 1970284 ) @arnubil

- Sie erwarten doch jetzt hoffentlich nicht, dass Ihre langatmige Erklärung irgendetwas an den Tatsachen ändert.

Der Dank an "Thomas" ist verständlich, denn dieser spricht offensichtlich als Anwalt und den wird sich Ihre Frau beim worst case nicht leisten können. Sie hingegen sehr wohl, denn Sie sind dann immer noch mindestens Haus -und Grundbesitzer.

Wahrscheinlich findet wirklich jeder Topf seinen Deckel denn allein die bisher getroffenen Vereinbarungen lassen normalerweise jede Frau schon vor der Ehe flüchten.

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-25 22:56:23 / 1970285 ) lol

Oh mein Gott, ohne euch beleidigen zu wollen, aber ich hab versucht es so gut wie möglich zu erklären. Und glaube und weiß auch, dass meine Frau gut da steht egal, wann, vor, während und nach einer evtl. Scheidung.

Mal abgesehen davon, ich bin einer der wie ihr vll schon gemerkt habt, auf nummer sicher geht. Euer worst case Szenario hab ich mir auch schon überlegt und ich schaffe es dann trotzdem noch alles zu bezahlen.

@Firenze: Bitte bevor du den Mund aufmachst lies das mehr oder weniger Fazit (letzter Satz in meinem ach so langen Bericht, den ihr euch nicht wirklich mit Hirn durchgelesen habt)

@Eti: Wenn du dir den Beitrag durchgelesen hättest, hättest du daraus gelesen, dass meine Frau bis zu 70 000€ anspart, wieso sollte sie sich damit keinen Antwalt leisten können? Ich mit keiner Ersparnis tu mir da ein bisschen schwerer...

Sorry, aber ich werde hier nichts mehr dazu beitrage, außer es kommen Beiträge, die eine Antwort wert sind.

Mit freundlichen Grüßen
Arnubil

eti : ( 2011-03-25 23:07:45 / 1970287 ) @Arnubil

€ 70.000,- ansparen, das ist doch reine Theorie. Die Praxis sieht ganz anders aus und das wissen Sie genau.

Ich werde auch nichts mehr dazu schreiben, denn jede Frau muss letztendlich ihren eigenen Verstand einschalten .

zum Profil... Firenze : ( 2011-03-25 23:08:34 / 1970288 )

Sie schreiben im letzten Satz von "Bürgschaft vermeiden", heißt nicht "Bürgschaft ausschließen". Und zudem, bitte fragen Sie einmal nach, ob bzw. wie ein "Kreditausstieg" bei der Bank aussehen soll.

Im übrigen schlage ich keinen beleidigenden Ton an, so wie Sie dies machen und weiters habe ich schon mehr einschlägige Erfahrung als Sie.

Schließlich kann ich Ihrer Frau nur raten, mit jenen Leuten zu sprechen, die im Notfall dann die Bröseln aufräumen müssen (Scheidungsrichter, Konkursrechtspfleger bzw. auch Schuldnerberater).

fragehier : ( 2011-03-25 23:17:33 / 1970290 ) @Nanchen

wenn Ihr Mann es mit Ihnen ehrlich meint , was spricht dagegen, dass Sie sich bezüglich der vorgeschlagenen Vorgangsweise inkl. Banksachen, rechtlich beraten lassen ?
Ein Anwalt könnte dann auch die schriftlichen Vereinbarungen aufsetzen.

Wie gesagt ; wenn Ihr Mann es ehrlich meint...

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-25 23:23:00 / 1970294 ) ...

:) Ich hab dich und auch sonst niemanden beleidigt, im gegenteil, ich hab sogar erwähnt, dass ich euch nicht beleidigen will. Und falls du auf das mit Hirn lesen anspielst, dass ist keine Beleidigung das ist eine Tatsache. Und Beleidigend ist es übrigens, berichte über sich zu lesen und dabei als ärgstes A... dargestellt zu werden.

@eti: kann dir nur nahe legen es nochmal zu lesen und versuchen es zu verstehen. Tatsache ist, wenn sie das Geld nicht sparen kann auf 70 000€, kann ich auch nicht den Kredit im selben Wert zurück zahlen. Und realistisch ist es, denn wie ihr vll an unserem Alter seht, haben wir relativ viel geld und ich arbeite auch erst seit ca. 2 Jahren. Mein Verdienst ist so nebenbei nur 1500 Netto. Nur mal so für eure überlegungen, weil ich ja doch so viel mehr verdiene als meine Frau... (200€ wow)
lg Arnubil
Nochmal entschuldigung falls sich doch wer beleidigt fühlt.

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-25 23:23:45 / 1970295 ) Anwalt

Sie hat einen Termin in zwei Wochen...
lg Arnubil

zum Profil... schuldenkiller : ( 2011-03-26 09:41:31 / 1970326 )

ich frage mich nur, welche Bank bei einem Einkommen von € 1.500,-- mtl.
einen Kredit von 200.000,-- gewährt.

Das wäre ja schon ein Grund dass die Bank auf der Forderung sitzen bleibt
nach dem neuem Verbraucherkreditgesetz.


fragehier : ( 2011-03-26 10:13:56 / 1970328 ) bezeichnend ist

... dass hier nur mehr Arnubil postet. Dieses Forum dürfte sich für Nanchen erledigt haben.

zum Profil... thomasl : ( 2011-03-26 17:35:31 / 1970361 )

Ein einseitiger Ausstieg aus dem Kredit ist nicht möglich, genausowenig ein einseitiger Ausstieg aus einer Bürgschaft.

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-26 19:12:19 / 1970366 ) ...

Hello thomasl,
das ist natürlich genau das was ich erwartet habe. Hab aber ein Angebot auch schon bekommen, dass ich bis zu 180 000€ alleine aufnehmen kann. Werde mal dem Angebot genauer auf die Finger schauen und auch mir mehr in dieser Richtung einholen.

@Schuldenkiller: Ich hab einen Grund der 120000€ Wert ist und Schuldenfrei ist, daher kann ich einen relativ hohen kredit aufnehmen. Die 200 000 hab ich aber sowieso bei noch keiner Bank eben alleine bekommen und da müsste eben meine Frau auch in den Kredit.

@fragehier: Keine Angst meine Frau wird sich schon melden, nur ist sie derzeit nicht zu Hause ( ist gerade auf einem Frauenabend).

Wünsch euch noch einen schönen Abend
lg Arnubil

fragehier : ( 2011-03-26 20:53:46 / 1970378 ) da besteht ja Hoffnung,

.... dass sie am Frauenabend auf echte Freundinnen trifft, die ihr die Augen öffnen.

Leserin1 : ( 2011-03-26 21:36:12 / 1970385 ) @Arnubil

Um einen Kredit von 150.000 Euro mit einem Zinssatz von 6.5% in 25 Jahren zurück zu zahlen, muss man über 1.000 Euro monatlich an Raten zahlen (lt. einem schnell gegoogelten Kreditrechner, aber das scheint plausibel). Wie man das mit einem Einkommen von 1.500 Euro bewerkstelligen will, ist mir schleierhaft. Noch dazu, wo die Ehefrau in der gleichen Zeit monatlich 700 Euro ansparen soll/will/darf/kann, also nichts zur Rückzahlung beiträgt.

Mein Eindruck: mit diesem Einkommen übernehmt ihr euch mit dem Hausbau. Oder du zahlst den Kredit zurück und deine Frau übernimmt die Lebenshaltungskosten. Sehr fair.

Mir würde diese ganze Vereinbarung nicht gefallen, wenn ich die Ehefrau wäre. Aber das ist nur so ein Bauchgefühl von mir. Ich bin immerhin schon über 20 Jahre verheiratet, und mein Mann und ich haben einen Ehevertrag nie für notwendig befunden, einfach weil das, was gemeinsam geschaffen wird, auch im Fall des Falles auch auf beide aufgeteilt werden soll. Ich hatte damals immerhin eine Eigentumswohnung und ein wenig Erspartes, mein Mann praktisch nichts. Sicherheitsdenken gut und schön, man kann es auch übertreiben. Und wenn man von vornherein glaubt, dem anderen nicht über den Weg trauen zu können, dann stellt sich schon die Frage, warum hat man diese Person überhaupt geheiratet.

fragehier : ( 2011-03-26 23:29:21 / 1970392 ) @Leserin1

genauso ist es !!!!

Man kann einen Vertrag abschliessen, man kann rechnen und man kann planen.
Aber diese Art von finanzieller Regelung ist nur ein Geschäft für den Mann.
Aber solche Männer finden eben dumme Frauen. Ansonsten würde dies nicht immer wieder funktionieren.

kakadu : ( 2011-03-27 09:06:09 / 1970400 )

@ Arnurbil:
Wow, Sie verdienen 1500,-- und Ihre Frau 1300,--, also 2.800,--, wollen 200.000,-- Kredit aufnehmen...
Ihnen ist aber schon klar, dass Sie sich widersprechen, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie im Worst-case-Fall das alleine nicht zahlen können?!? Im Gegenteil, es ist mit zwei Einkommen schon recht "knapp". Bitte bedenken Sie doch, dass Heiz- u. Stromkosten, Telefon, Auto, div. Versicherungen zu ihren Kreditkosten dazukommen!!!
Bei 200.000,-- wird die monatl. Belastung irgendwo bei 1.200,-- liegen, f. Heizung + Strom nochmals 200,-- pro Monat, für den "Rest" (Müllgebühr, Grundsteuer, Rauchfangkehrer, Telefon, Fernsehgeb. Auto würde ich sagen locker nochmal 300,-- (wenn man damit nur durchkommt!)..., also sind da schon mal Kosten da in etwa von 1.700,--!

Ok, meinetwegen geht´s grad noch, solange Ihre Frau Full-time arbeitet, aber ein Kind unter diesen Umständen? - unmöglich!!! a) fällt ein Teil v. Einkommen weg und b) kostet ein Kind nicht gerade wenig (und wenn Sie denken, dass Sie mit der Kinderbeihilfe ein Kind durchbringen, dann kalkulieren Sie falsch :-)).

Nur so zum Nachdenken: Warum bauen Sie nicht "billiger", kleiner und verschulden sich zb. "nur" zur Hälfte und alles muss man nicht sofort und gleich haben, sondern sparen lieber dann und machen nach und nach und werfen nicht der Bank soviele Zinsen in den Rachen???

Als Mitkreditnehmer bürgen Sie sowieso :-) und aus einer Bürgschaft lässt einem keine Bank "raus", sie wandelt dies max. um in eine Ausfallsbürgschaft! - so wie von mir einem worst-case-Sezenario beschrieben oben.

Natürlich wünsche ich Ihnen, dass die Ehe gut läuft, Sie beide zusammenbleiben bis an Ihr Lebensende und alles glücklich und harmonisch sein mag!
Trotzdem ist Ihr Deal, wenn Sie nur 200,-- mehr verdienen als Ihre Frau sehr unfair ihr gegenüber (selbst auch dann, wenn sie Ihr die Möbel im Falle d. Falles "großzügig" ablösen möchten). Wie gesagt, dass Sie den Grund einbringen und dieser Ihnen allein gehören soll, ja!!!, Rest nein.

Leserin1 : ( 2011-03-27 11:21:11 / 1970411 ) Noch etwas

In der Karenzzeit will Arnubil seiner Frau die Differenz zwischen Karenzgeld und ihrem vorigen Einkommen zahlen. Sehr realistisch, wenn ihm nach Abzug der Kreditraten gerade 500 Euro übrig bleiben.

Ich hätte nicht meine gesamten Barmittel (120.000 Euro) in einen Grund gesteckt, wenn danach kein Euro mehr übrig bleibt, um zu bauen. Lieber ein kleineres Grundstück und weniger Kredit für den Hausbau. Wie schafft man es übrigens, mit 1.500 Euro Monatseinkommen mit gerade mal 25 Jahren 120.000 Euro anzusparen? Oder wurde bereits für das Grundstück ein Kredit aufgenommen, der momentan ebenfalls abbezahlt wird?

zum Profil... Doris : ( 2011-03-27 11:31:28 / 1970413 ) @ Leserin1

120.000,-- Euro fuer ein Bau-Grundstueck? Wo gibt es das heute ueberhaupt noch? Entweder befindet es sich in der "tiefsten Provinz" (meine das jetzt nicht abfaellig) oder es ist ohnedies nur ein etwas groesseres "Handtuch". Um bauen zu koennen/duerfen, benoetigt man eine bestimmte Groesse. Oft darf ja nur ein Viertel der Flaeche ueberhaupt verbaut werden.
In meinem Ort kostet 1 m2 - sofern ueberhaupt noch erhaeltlich - mind. 400,-- Euro.

Wahrscheinlich haben die Eltern das Geld fuer das Grundstueck zugeschossen.

fragehier : ( 2011-03-27 11:43:18 / 1970414 ) ich würde sofort darauf wetten

- dass dieser feine Herr im Falle eines Falles weder die Einrichtung noch sonst irgendetwas rausrückt.
Schon gar keine Ablösen etc., weil er schlicht und einfach selbst untergeht mit seiner Rechnung.

Alleine der Ehepakt oder Vertrag unter so jungen Leuten ist grundsätzlich löblich, aber in dieser Form nicht unbedingt ein Zeichen von einem liebevollen zukünftigen "Zusammen".

Eher von " ich sichere mich ab und Du bleib dann, wo ich Dich finanziell bleiben lasse ".
Aber der Wunsch einer Frau nach Ehe, Kinder und Familie hat oft schon den Verstand getrübt.

Scheisshormone

zum Profil... Doris : ( 2011-03-27 12:13:20 / 1970415 ) @ fragehier

Das moechte ich diesem Herrn gar nicht unterstellen.
Ich finde es durchaus legitim, sein vorhandenes Vermoegen vor dem Zugriff anderer zu schuetzen. Dennoch finde ich, dass eine allfaellige Buergschaft im vorliegenden Fall fuer die Frau lediglich die Risken, dem Mann jedoch alle Sicherheiten braechte.

Bei dieser Gelegenheit moechte ich auch noch auf den Umstand hinweisen, dass WAEHREND der Ehe erwirtschaftetes Vermoegen im Scheidungsfalle aufzuteilen ist. Das wuerde die Rueckzahlungsraten fuer den Wohnbaukredit miteinschliessen. Falls die Frau als Buergin und Zahlerin jemals von der Bank herangezogen wuerde, muesste sie fuer etwas zahlen, wovon sie moeglicherweise (im Scheidungsfall) keinerlei Nutzen oder Rechte fuer sich ableiten koennte, waehrend der Mann das Haus behaelt oder auch verkauft und den Erloes fuer sich selbst bzw. seine eigenen Zwecke verwenden kann. Dies scheint mir bedenklich, einseitig und unfair.
Im Uebrigen kann auch der vorliegende Ehevertrag nicht 100%ig davor schuetzen, das Haus ggfs. veraeussern zu muessen, selbst wenn die Frau als Buergin eintritt, da die Bank sicherlich trotzdem auf einer hypothekarischen Sicherstellungen bestehen wird.

kakadu : ( 2011-03-27 13:23:59 / 1970436 )

Hallo,

vermutlich wurde das Grundstück von jemand anderes bezahlt/gekauft und es ist nach wie vor legitim, dass Arnurbil das eingebrachte Grundstück auch nach einer ev. Scheidung behält!!! Für das ist auch der Ehevertrag da und ist ok.

Nicht ok ist, dass er annähernd gleich viel verdient wie seine Frau und sein Verdienst soll sozusagen herangezogen werden für die Kreditrückzahlungen und ihr Verdienst geht so nebenbei drauf fürs Leben, er hat so gesehen angespart und sie "gratis" (weil sie braucht ja keine Miete bezahlen) gelebt - und da ist der Denkfehler der jungen Leute!!!! Auch er benötigt Lebensmittel, Waschpulver, Gewand usw. und kann unmöglich von 300,-- Euro "leben", zumal da ja dann noch nichtmal eine Heizung/Strom/Telefon/Müllgebühren etc. gedeckt sind!!!

Und dafür soll die junge Ehefrau auch noch geradestehen *kopfschüttel*!!!

Ich würde mir diese obige Konstelation ja noch einreden lassen, wenn er so 4000.-- bis 5000.-- verdienen würde und sie 1300.-- und die Kreditraten tatsächlich von ihm getilgt werden würde und die Lebenserhaltungskosten b e i d e tragen würden - und genau dies kann mit dieser Kredithöhe mit dem gegenüberliegendem Einkommen niemals der Fall sein!

Die Unerfahrenheit wird so richtig zum Ausdruck gebracht, indem Arnurbil die Behauptung aufstellt, seiner Frau zb. in Karenz Geld zu geben, damit sie gleich viel hat wie er und sie könne dann ja ansparen :-).
W O V O N wird dann Essen, Kleidung etc. gekauft??????

Und, wenn man monatlich dann soundsoviel ansparen könnte, dann bräuchte man andersherum gesehen ja nicht diesen horrenden Kredit *kopfschüttel zum Zweiten*.


zum Profil... Doris : ( 2011-03-27 13:40:40 / 1970437 ) @ kakadu

... oder koennte den Kredit auch sehr viel schneller zurueckzahlen (und damit jede Menge Zinsen ersparen).

Mich stoert, dass einer sein Geld fuer das taegliche Leben ausgeben soll, von dem man im Nachhinein nichts mehr sieht, und sich vielleicht sogar sagen lassen muss, dass er/sie nichts/wenig beigetragen haette und der andere "hortet" die dauerhaften Vermoegensteile. Erschwerend, dass fuer letztere die Frau dann auch noch buergen soll, ohne jemals einen Anteil von diesem Vermoegen uebertragen zu bekommen.

kakadu : ( 2011-03-27 14:09:17 / 1970438 ) @ Doris

Genauso sehe ich das auch! Zumal beide eigentlich fast gleich viel einbringen (ausgenommen das Grundstück und das ist daher auch ok, dass es in seinem Besitz bleibt).

Ok, und sie soll die Möbel erhalten - meinetwegen, auch wenn diese in 10 Jahren keinen Wert mehr haben werden.
Gut, man muss auch was einbringen und kann halt nicht jeden Cent gegenrechnen - das wäre ja noch einzusehen.

Aber die beiden leben zukünftig gemeinsam, tätigen sämtliche Anschaffungen im Normalfall gemeinsam, tragen die Kosten gemeinsam - alleine könnte sich er das ja ohnehin niemals leisten!!! Und dann, im Falle des Falles, soll es so aussehen, als hätte die Frau nichts eingebracht - weder Geld noch Leistung :-(.

zum Profil... thomasl : ( 2011-03-27 23:22:21 / 1970490 )

Naja also Kreditraten sind kein in der Ehe erwirtschaftetes Vermögen, eher das Gegenteil würde ich sagen, also Verbindlichkeit.

Auf die Aufteilung nach der Scheidung hat die Bürgschaft eigentlich keinen Einfluss, da unterscheidet sich die Situation mit und ohne Bürgschaft nicht. Ist die Frau nur Bürgin erwirbt sie ja mit der Zahlung des Kredites die Rechte aus dem Kreditvertrag samt Sicherungsrechten nach § 1358 ABGB gegen den Hauptschuldner. Aus einer Bürgschaftsverpflichtung entsteht ja gegenüber dem Hauptschuldner keine Zahlungsverpflichtung.

D.h. das ist keine Frage der Ehe und Scheidung, sondern das zusätzliche Risiko, das die Frau übernimmt, ist das Einbringlichkeitsrisiko gegen ihren Mann, wobei sich das im Normalfalle auf die Summe beschränkt, die nicht im erzielten Liegenschaftswert gedeckt ist. Dies deshalb, da der Bürge nach Zahlung auch das Pfandrecht als Sicherungsrecht übernimmt.

Mit einer Scheidung hat das gar nichts zu tun.

Nanchen : ( 2011-03-29 10:30:50 / 1970672 )

Phuu ich weiß ja gar nicht auf welche Nettigkeiten ich hier zuerst eingehen soll.
Ich merke schon,es war ein Fehler jemals hier was zu schreiben, hier wird man nicht beraten (außer von 1-2 Leuten die das sachlich sehen können), wie ich hoffte, sondern man wird als dumm, naiv und was weiß ich was noch alles dargestellt und dass hier dermaßen abfällig über meinen Mann geschrieben wird finde ich auch alles andere als okay!

Um ein bisschen mehr Licht in unsere Situation zu bringen: Unser Grundstück oder "Handtuch" wie es manche gerne bezeichnen wollen hat 550m² und ich hab vielleicht nicht viel Ahnung vom Haus bauen,aber mein Mann als gelernter Maurer und Bautechnischer Zeichner, der in einer Fertigteilhausfirma arbeitet, sehr wohl!
Mein Mann hat das Grundstück direkt von der Gemeinde gekauft, wodurch er statt über 300€ nur 75€ pro m² bezahlt hat (er musste auch 3 Jahre auf das Grundstück warten und ab Erwerb hat man die Pflicht zum Baubeginn nach 2 Jahren und zur Fertigstellung nach 5 Jahren). Somit hat ihm das Grundstück weitaus weniger gekostet,als es tatsächlich wert ist (aber für die Bank zählt der tatsächliche Wert).
Und wenn man ein wenig sparsam lebt (wir haben Lebensmittelkosten von unter 200€ zu zweit und hungern sicher nicht) und keine Miete zahlen muss (bitte zerfleischt mich jetzt bloß nicht, weil meine Mutter eine Eigentumswohnung geerbt hat, in der sie uns eine Weile mietfrei wohnen lässt) dann kann man sich schon etwas ansparen.

Zu den Einsparungsmaßnahmen was das Haus betrifft haben wir schon einiges getan. Anfangs hatte unser geplantes Haus 150m² Wohnfläche, nach etlichen Verkleinerungen und Umplanungen hat es jetzt knapp 130m² und das ist jetzt nicht unbedingt verschwenderisch und riesig meiner Meinung nach.
Des Weiteren werden wir gerade mal das Schlafzimmer und die Küche halbwegs fertig machen und dann einziehen und nach und nach selbst daran weiter arbeiten (Böden verlegen, Wände streichen, ect.) und nur das nötigste einrichten bzw. die alte Einrichtung von der Wohnung wird für die erste Zeit genügen.

So zu der Tatsache, dass ich so arm bin und unterdrück werde von meinem Mann möchte ich noch sagen, dass das absoluter Blödsinn ist. Wir leben in einer gleichberechtigten Beziehung und selbst im Haushalt übernimmt mein Mann ohne dass ich je etwas dazu sagen musste die Hälfte der Arbeiten, was für mich in der heutigen Zeit auch normal sein sollte. Ich hab sicher keine Angst davor, meine Meinung zu vertreten oder diese durchzusetzen, wenn mir etwas nicht passt, also herzlichen Dank, für euer Mitleid, aber es ist in meinem Fall echt sowas von fehl am Platz.

Und um es nochmal zu betonen mein Mann hat mir auch zur Wahl gestellt, ob ich zusammen mit ihm den Kredit zurückzahlen möchte oder nicht und die Tatsache, dass er es mir anbietet, dass er den Kredit alleine zahlt und dabei der Bank sehr viel Geld in den Rachen stopft was ich dadurch nicht müsste, sehe ich eigentlich als einen Vorteil, da es im Falle einer Scheidung (wie gesagt ich rechne nicht damit und bin überzeugt, dass es hält, allerdings hab ich auch keine rosarote Brille auf und bin nicht so naiv zu denken, dass es unmöglich ist bei einer Scheidungsrate von 50%, man weiß eben NIE vorher, was im Leben passiert und wenn der Ehevertrag nie gebraucht wird, ist es doch auch egal, aber im Falle dass was wäre, sollte man so umsichtig sein, sich abzusichern. Danach ist es nämlich zu spät und das hat nichts mit Liebe oder Vertrauen zu tun, lediglich mit Vernunft!)

Ich habe übrigens, wie mein Mann schon erwähnt hat, mir einen Termin für ein kostenloses anwaltliches Erstgespräch ausgemacht, bei dem man sich in allen möglichen Dingen beraten lassen kann und werde ja auch noch sehen, was er mir in der Sache rät.Mir stehen nach wie vor immer noch beide Möglichkeiten offen.

Um zu einem Ende zu kommt, ich möchte hier bitte keine flasche Kritik mehr an mir oder meinem Mann lesen, denn ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich soetwas ernst nehme oder glaube. Es ging und geht mir lediglich um eine ernsthafte Beratung.

Liebe Grüße,
Nanchen

zum Profil... thomasl : ( 2011-03-29 10:49:35 / 1970675 )

Ich wünsch euch alles Gute!
Das Forum hier ist leider teilweise ein Sammelsurium von Psychopathen, Paranoiden und Neidhammeln. Es gibt nur wenige hier, die vernünftige Antworten geben. Das ist bedauerlich.

Nanchen : ( 2011-03-29 11:05:24 / 1970677 )

Danke thomasl!
Es scheint so, mit so viel Gegenwind hatte ich echt nicht gerechnet,aber für mich ist die Sache hier jetzt ohnehin erledigt.
Ich finde es auf alle Fälle toll,dass es hier auch Leute wie dich gibt, die hier netterweise ihr Wissen zur Verfügung stellen und in der Lage sind Situationen objektiv zu bewerten!

zum Profil... Doris : ( 2011-03-29 11:39:18 / 1970683 ) @ thomasl

"Kreditraten als Ehevermoegen" - die OFFENEN Raten natuerlich nicht (hoechstens als Passiva), aber die bezahlten, die dann lt. Ehevertrag (so wie ich das verstehe) aber ausschliesslich in das Vermoegen (Haus) des Ehemannes wandern, waehrend die Ehefrau - auch nach einer Scheidung - fuer die ausstehenden Kreditraten haftet, moeglicherweise auch tatsaechlich zahlen muss, und keinerlei Nutzen daraus ziehen kann.
Wuerde das fuer die Raten eingeplante Geld z. B. stattdessen auf ein Sparbuch gehen, haette die Frau im Scheidungsfall im Rahmen der Vermoegensaufteilung einen Anspruch auf ihren Anteil - "nebenbei" haette sie auch kein Risiko wegen einer Buergschaft.


Und dass es nicht sinnvoll ist, jemandem, der unsicher ist, ob er eine Buergschaft eingehen soll oder nicht, nur die "rosaroten Seiten" zu schildern, sondern v.a. die Gefahren und Risiken, dazu muss man weder paranoid noch psychopathisch veranlagt sein (auch nicht neidisch).

kakadu : ( 2011-03-29 12:29:11 / 1970689 )

@ Nanchen: Alles Gute - jeder ist seines eigenen Glückes Schmied :-)

@ ThomasL: Sie kleiden das Risiko der Bürgschaft in ausgewählte Worte, die nichts anders widergeben als in meinem Worst-Case-Szenario oben beschrieben :-) (hatte es anhand v. einem Beispiel für jedermann verständlich machen wollen!)

Wieviele haben schon "nur zu Formzwecken" eine Bürgschaft unterschrieben, welche dann vorm finanziellen Ruin gestanden sind? Waren die alle paranoid, psychopathisch veranlagt? Oder sind sie es, weil sie andere vor solchen "Stolpersteinen" warnen wollen?

Nur zur Info: Ich habe eine schuldenfreie Liegenschaft, bin also niemanden etwas zu neidig und schon gar nicht Kreditbelastungen in solch einer Höhe :-), bin kein Bürge und werde auch nie einer sein :-).

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-29 12:40:51 / 1970690 ) ...

Ich möchte jetzt gar nicht zuviel schreiben, weil eh die hälft von vielen nicht gelesen wird.
Wie "kakadu" schon richtig geschrieben hat sind die kosten für einen Kredit ca. 1000€, bei 6,5%, wenn nicht sogar 1100€. Und ja man muss damit rechnen, dass die Zinsen steigen, auch wenn sie jetzt ca. bei 2 % liegen. wo ich eben nur ca. 700€ / monat zu zahlen habe.

Aber sogar wenn ich nur 400€/m zur Verfügung habe, weiß ich das ich damit auskomme. Sogar wenn ich die Autokosten die hier im Forum auf nur eine Person bezogen wurden, nur auf mich beziehen würde. Genauso wie die Betriebskosten. Wie ich das mache, dass lasst mal meine Sorge sein. Meine Frau weiß, dass ich extrem gut mit Geld umgehen kann, und das was ich pro Monat auf die Seite leg derzeit sind auch 1200€ und da leiste ich mir sogar noch was am Wochenende, oder geh mal essen mit meiner Frau, etc.

Weiters möchte ich nochmals betonen, dass wir den Kredit zu 90% nicht gemeinsam aufnehmen. Und wenn, werde ich meine Frau dementsprechend absichern (z.B. Grundbuch eintragung und ähnliches).

Und sogar wenn Sie nicht abgesichert wäre, wäre ich nicht so ein Ar........, dass die Kosten auf die Frau abwältzen würde. Und laut euren Aussagen könnte sie ja eh wärenddessen nichts sparen, also wie sollte sie sich dann das Haus plötzlich leisten können?

Fazit: Wenn wirklich alle Stricke reißen, muss halt das Haus verkauft werden. Die Bank hat wunderschön Geld an mir verdient und ich hab einen bomben Verlust gemacht und muss wahrscheinlich einen kleinen Kredit (alleine) aufnehmen, um die restlichen Schulden zu stopfen. Denn durch das System, hat meine Frau nie Geld hinein gesteckt, somit bleibe auch ich selbst auf den Schulden sitzen. Dies wäre das wirklich ärgste Szenario.

Ja ihr könnts jetzt sagen, sie steht auch im Kredit und sie müsste genauso die restlichen Schulden zahlen. Da habt ihr recht, aber egal welchen Weg man geht, ob wir beide in das Haus rein zahlen oder alleine, wenn wir es uns nicht mehr leisten könnten, müssten wir es verkaufen und sie hätte genauso die Schulden. Mal abgesehen davon, dass ich eben nicht so bin und natürlich die Schulden auf mich nehmen würde. Da es mein Projekt war...

Wie auch immer, wenn man eine Ehe eingeht, gehört vertrauen dazu und wie auch immer man sich seine Zukunft leistet, jedes Paar das einen Kredit aufnimmt, geht dieses Risiko ein, dass man dann eben mit den Schulden da sitzt. Deswegen gehört ja auch vertrauen dazu.

Wenn man ein Kind zeugt, ist das vom Finanziellen das Selbe, man vertraut sich, damit man dem Kind ein wunderschönes Leben bieten kann.

Wie auch immer, für meine Frau und mich ist klar was zu tun ist und wir danken allen die unseren Überlegungen eine weitere Sichtweise eröffnet haben.

Danke Thomasl für deine Posts, wir wünschen dir auch alles GUTE! :)

Schöne Woche noch
Arnubil

zum Profil... Doris : ( 2011-03-29 12:56:18 / 1970691 ) @ Arnubil

Das klingt ja doch etwas anders als zuvor. Bisher musste man den Eindruck bekommen, Ihre Frau soll buergen und zwar OHNE jegliche Sicherheit (Grundbucheintragung ...).
Und genau das hat bei mir eine Skepsis aufgrund der "Schieflage" hervorgerufen.

Uebrigens, Bauspardarlehen haben einen gedeckelten Hoechstzins von 6 %, d.h. MEHR als 6 % sind auch in Hochzinszeiten nicht zu zahlen. Pro Person werden max. 180.000,-- Euro gewaehrt.


zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-29 13:17:26 / 1970694 ) @Doris

tut mir leid das es so geklungen hat, aber seit meinem ersten Beitrag versuche ich in die Richtung zu lenken:
"
Dass darauf zu achten ist, dass beide gleich aussteigen, ist genau das, was für mich auch wichtig ist, wenn man auf den "wirtschaftlichen" Teil schaut.

Weiters möchte ich erwähnen, dass ich derjenige war, der von Anfang an darauf bedacht war, wenn ich alleine den Kredit nicht bekomme (Frau muss mitunterschreiben), dass Sie im Fall der Fälle aus dem Kredit raus kann. Da ich aber selber noch keine Antwort darauf habe (seitens der Bank oder ähnlichem), hat meine Frau diese Frage mal hier eingeworfen. Gleichzeitig ist es uns eben nicht bekannt, wann die Bank, sie nur als (Mit)-kreditnehmer sieht und wann als Bürge.
"
oder der letzte Satz meines ersten Beitrages:
"
Ich möchte hiermit auch noch mal thomasl danken, dass er meiner Frau mit den richtigen Ansätzen entgegen gekommen ist und wir werden alles versuchen um die Bürgschaft zu vermeiden und einen Kreditausstieg zu gewährleisten.
"
Hierzu möchte ich sagen, in der Situation hab ich noch nicht gewusst (wurde in unteren Beiträgen erwähnt), dass auch ein Kreditausstieg nicht möglich ist.

Mehr als schreiben kann ich hier nicht. :)

Danke für die Info wegen Bauspardarlehen. ;)

Lg Chris


kakadu : ( 2011-03-29 13:17:54 / 1970695 )

@ Arnurbil: Ich wünsche Ihnen beiden wirklich alles Gute für Ihre gemeinsame Zukunft und möge der Hausbau gelingen, so wie Sie beide es sich vorstellen!

Es ist auch mir bewußt, dass das Leben an sich risikoreich ist und man nie niemals sagen darf :-), jederman(n)/frau muss auch ein gewisses Risiko eingehen und man soll/darf auch nicht immer denken, was ist wenn... zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Aber hier in einem Forum kennt man den anderen nicht als Mensch, wie er ist, sondern liest rein die Fakten - und die sprachen im ersten Posting Ihrer Frau eine "andere Sprache".

Alles Gute Ihnen beiden!

kakadu : ( 2011-03-29 13:26:51 / 1970699 )

@ Arnurbil: Als Mitkreditnehmer sind Sie automatisch Bürge und Zahler, es gibt aber auch die Variante, dass einer allein den Kredit aufnimmt und der andere bürgt dafür, d.h. falls Sie nicht zahlen können, wendet sich die Bank an den Bürgen!
Bei einer Scheidung wird der Bürge (welcher Mitkreditnehmer ist) auf Antrag meistens nicht aus der Bürgschaft entlassen, sondern diese wird umgewandelt in eine "Ausfallsbürgschaft" (d.h. widerum, wenn der Kreditnehmer nicht zahlt, pfändet zuerst die Bank alles, was der Kreditnehmer hat, so eben zb. das Haus und der Rest, falls durch die Versteigerung diese Kosten nicht gedeckt sind, werden ebenso vom Ausfallsbürgen getragen, sofern der Bürge eben nicht mehr zahlen kann). Beim Bürgen und Zahler kann die Bank wählen faktisch, wen sie in Anspruch nimmt (und muss nicht zuerst das Haus versteigern lassen).

Arnurbil, es ist mir inzwischen schon klar um was es Ihnen geht - wichtig dabei ist einfach immer, dass es für beide Seiten fair ist!

zum Profil... Doris : ( 2011-03-29 13:29:16 / 1970700 ) @ Arnubil

Sorry, aber Ihren ersten Beitrag habe ich max. ueberflogen, da viiiieeeel zu lange.
Auf einen Kreditausstieg eines Buergen laesst sich keine Bank ein, es sei denn Sie wuerden andere Sicherheiten/Buergen beibringen koennen.

Bei finanziellen Planungen sollte man sicherheitshalber immer vom moeglichen "Worst case" ausgehen. Wenn es dann besser kommt, fein - wenn nicht, haengt man zumindest nicht in der Luft.

zum Profil... Arnubil : ( 2011-03-29 13:51:53 / 1970705 ) :)

@kakadu: danke für die genaue Schilderung wieder ein paar Punkte mehr um zu einem Ergebniss zu kommen.

@Doris: Ja der erste Beitrag war lang, doch die Beiträge darüber haben sehr viel Stoff dazu gegeben. :)
Verstehe natürlich nur zu gut, dass man es nur überfliegt.
Ich hätte zwar im Fall einer Scheidung einen Bürgen, doch wie in diesem Forum nur zu gut beschrieben, sollte man ja genau auf den Verzichten. Der "Worst case" Fall wo man dann einfach machtlos ist, kann immer passieren. Leider... Dadurch schau ich lieber, dass ich "nur" 180 000 aufnehme und das nur auf mich.

zum Profil... Firenze : ( 2011-03-29 20:27:22 / 1970762 )

@arnubil: nur so als Denkanstoß (weiß jetzt nicht, ob das praktikabel ist), aber möglicherweise könnte man ja überlegen, ob 2 Kredite aufgenommen werden - einer für Sie alleine (der höhere, zB 140.000,--) einer für Ihre Frau alleine. Wenn ich in der Situation Ihrer Frau wäre, wäre mir wohler, wenn ich für einen Kredit von z.B. 60.000,-- hafte, was überschaubarer ist, als wenn Sie beide für 200.000,-- haften.

KEVIN42 : ( 2011-06-04 21:14:39 / 1980050 )

Ich hoffe meine Eintragung kommt nicht zu spät für diese arme Frau!! F I N G E R W E G V O N D I E S E R B Ü R G S CH A F T!!!!
Ich kenne eine Frau welche auch mit ihrer Liegenschaft für das Lokal des jetzigen Exmannes gebürgt hat, sie verliert jetzt A L L E S!!, ihre Liegenschaft, ihr Einkommen, sie ist dem Selbstmord nahe!! Sie hat ein Einkommen von max. 1400 Euro netto und soll 230 000 Euro bezahlen, nachdem ihr Haus versteigert wird geht es weiter, sie muß 7 Jahre in den Privatkonkurs, ihr bleibt das Existenzminimum, sie wird obdachlos und ihr Ex? Der hat sich in den Konkurs schicken lassen und wird von seinem Masseverwalter saniert und steht danach als gemachter Mann da.
Nochmal, die Bürgin denkt an Selbstmord, und jetzt bitte nachdenken!!!!!
Auch wird die Bürgin wie eine Verbrecherin behandelt und bekommt von N I E M A N D Hilfe!!
DAS IST DAS LOS EINES BÜRGEN!!!!
NIEMALS BÜRGEN, FÜR NICHTS UND NIEMAND!!!!

Pinoccio2 : ( 2011-06-05 06:25:25 / 1980062 )

Eine Bürgschaft kann man nur eingehen, wenn mann sofort als Zahler einspringen kann ohne seine eigene Existenz zu gefährden (betragliche Höchstgrenze der Bürgschaft). Alle die über die Höchstgrenze den Vertrag abschliessen, haben daß Wesen der Bürgschaft nicht begriffen.

Zustimm : ( 2011-06-06 08:00:28 / 1980139 )

Meiner Nachbarin ist es ähnlich, nur durch Zufall nicht ganz so schlimm, ergangen. Sie hat mit ihrem Haus (geerbt von Eltern, beste Lage im Süden Wiens) für die Firma ihres Mannes gebürgt. Dieser ist jetzt schon zum 2. Mal in Konkurs, ihr Haus ist weg und mit dem 2. Konkurs auch die 20% Quote vom Haus. Wenn nicht rechtzeitig ein freundlicher Bankangestellte den Kredit irgendwie abgeändert hätte (so genau weiß sie das selbst nicht, wie das vor sich ging), dann hätte sie nicht nur das Haus verloren, sondern zusätzlich einen Haufen Schulden gehabt.

Viele Bürgen kapieren leider nicht das Wesen der Bürgschaft und bürgen für Beträge, die sie unmöglich aufbringen können, ohne sich um die eigene Existenz zu bringen. Diese gutgläubigen Menschen ("ist ja nur Formsache") kommen erst viel zu spät drauf, worauf sie sich eingelassen haben.

Es ist so in unserer Gesellschaft, dass grundsätzlich jeder für seine Unterschrift verantwortlich ist. Das Gesetz nimmt keine Rücksicht darauf, wenn jemand nicht durchschaut, was er unterschreibt. Was wäre die Alternative? Grundsätzlich alle unter Sachwalterschaft stellen und nur diejenigen, die positiv bewiesen haben, dass sie Geldgeschäfte eigenständig unfallfrei erledigen können, eigenverantwortlich handeln lassen? Ich habe keine Ahnung...

Pinoccio2 : ( 2011-06-06 08:18:36 / 1980142 )

Besachwaltungen sind in diesen Fällen gar nicht notwendig, Ein Bürge kann unter der Vorraussetzung dass seine Unterschrift - nur Formsache und familiärer Bindung - gewesen ist, mit gerichtlichem Urteil aus der Bürgschaft entlassen werden. Nur muss der Bürge bei der Mahnklage einen Einspruch machen, stellte der OGH schon 97 fest.

zum Profil... Doris : ( 2011-06-06 08:38:45 / 1980146 ) @ Zustimm

Grundsaetzlich kann man davon ausgehen, dass erwachsene und voll geschaeftsfaehige Menschen wissen, was sie tun oder sich ggfs. VORHER fachlich beraten lassen.


sepdarli : ( 2015-01-11 13:02:28 / 2043424 )

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..-.. : ( 2015-01-12 08:52:40 / 2043459 )

Weil jetzt irgendein Dodel den Thread wieder aus der Versenkung geholt hat. Es würde mich doch interessieren, wie es Nanchen ergangen ist. Ob sie die Bürgschaft unterschrieben hat, das Haus gebaut wurde, die Ehe noch Bestand hat etc. etc.

Eule3 : ( 2015-01-12 15:00:22 / 2043466 )

Das sagen ja die Ärsche (Nanchen)nie wie es bis dato weiter gegeangen ist. Höchstwahrscheinlich ist Nanchen eh im Oasch.

Nanchen : ( 2015-01-16 11:47:13 / 2043548 ) @

Bin komplett am Oarsch.

zum Profil... alex41j : ( 2015-02-26 16:24:09 / 2044129 )

meine Meinung dazu: als bürge bist immer der dumme, a haus bauen und Geld reinstecken ohne grundbürgerliche Sicherung usw? reine Dummheit.... Rechnungen das sie die Sachen gekauft haben bringen gar nichts, sie haben es a benutzt und blabla wird der richter sagen .... kenn so einen fall wo der mann der dumme war und alles verlor

BERTHIER : ( 2017-06-13 13:32:34 / 2051304 ) CAROLINE

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BERTHIER : ( 2017-06-13 13:33:14 / 2051305 ) CAROLINE

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FlachMann : ( 2017-06-13 15:32:46 / 2051308 )

Finde das echt supertoll, dass hier wieder einmal ein Großzügiger seine Marie auf den Markt wirft. Sie haben die Millionen, ich brauche sie für todsichere Geschäfte.
Wir werden uns mit einem großen Koffer treffen.

@Berthier : ( 2017-06-15 11:28:30 / 2051324 )

Seit Tagen sitz ich mit meinem leeren Koffer da und warte.
Oba Sie kumman net daher mit Ihnare Müllionen. Des is scho fies! Wahrscheinlich san Sie nur a Scherzkeks?

zum Profil... Dusi : ( 2017-06-19 23:53:11 / 2051355 ) Nanchen bitte nachdenken!

Ich bin ja keine Expertin ,aber folgendes:

Der Mann findet eine Neue-
Er schenkt sein Haus seinen Eltern-
kündigt seinen Job damit er mehr Zeit hat für sein neues Schatziputzi hat

Und jetzt die Preisfrage Wert:40000 Euro:

Wer muß ihm Unterhalt zahlen?
Wer wohnt kostenlos im Haus der Eltern?
Und von wem will die Bank die Kreditrate zurück?

Neue Antwort: Vor dem Posten bitte Einloggen! (Es gibt nach wie vor die Möglichkeit Einträge ohne Registrierung zu machen. Allerdings werden diese streng überprüft und beim kleinsten Verstoß gegen die Regeln gelöscht.)
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