Recht und Gericht in Österreich 
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Peter48 : ( 2016-12-25 12:19:07 / 2050575 ) Verspäterer Einspruch Strafverfügung?

Ich habe vor einigen Wochen eine Strafverfügung erhalten, jedoch war
mir die kurze Einspruchsfrist von 2 Wochen nicht bewusst (dachte es
wären 4 wie bei normalen Verkehrsstrafen). Ist es möglich und bringt es
dennoch etwas, jetzt noch einen schriftlichen Einspruch an die Behörde
zu schicken?

Hintergrund: Die Strafhöhe ist relativ gering (80 EUR) und ich habe die
Strafe innerhalb der zweiwöchigen Zahlungsfrist überwiesen
(Geschwindigkeitsübertretung via mobiles Radar). Als ich vor einigen
Tagen an derselben Stelle vorbei fuhr, fiel mir auf, dass dort überhaupt
keine Geschw.beschränkung (wie in Strafverfügung vermerkt) existiert.
Seit Ewigkeiten gilt dort 130km/h.

Antworten:

+++ : ( 2016-12-27 08:34:45 / 2050585 )

Bringt nix mehr - Rechtmittelfrist ist im Gesetz festgelegt und da fährt die Eisenbahn drüber!!! Außerdem meinst du mit "normalen Verkehrsstrafen" wahrscheinlich eine Anonymverfügung - und da gibt`s überhaupt kein Rechtsmittel. Da gibt`s nur binnen 4 Wochen zahlen oder nicht und warten, bis ein Verfahren eingeleitet wird.

zum Profil... weilander : ( 2017-01-03 20:11:53 / 2050603 )

Sie haben eine Verfügung erhalten, die Strafe bezahlt und sind jetzt der Meinung dass sie zu unrecht bezahlt?
Dann ist der Zug abgefahren, sie haben mit ihrer Überweisung den Sachverhalt und die Verfügung quasi bestätigt.

Natürlich können sie versuchen noch einen Einspruch einzubringen, dieser wird jedoch wegen Fristablauf abgelehnt werden.
Bzgl. Einspruchsfrit: Nur weil sie denken, dass es so ist, heisst es noch lange nicht, dass es auch wirklich so ist.

Grundsätzlich:
Auf JEDER Straße,

Zitat: "fiel mir auf, dass dort überhaupt keine Geschw.beschränkung (wie in Strafverfügung vermerkt) existiert."

entsprechend dem Straßenrang existieren Geschwindikeitsbeschränkungen.
Sollten Ausnahmen auf Straßenabschnitte gelten, werden diese mit entsprechenden Verkehrszeichen angezeigt.

Welche Geschwindigkeiten auf welchen Straßen erlaubt sind, lernt man in der Führerscheinausbildung.



+++ : ( 2017-01-11 14:13:25 / 2050652 )

Die Bezahlung bestätigt gar nix. Hat man zwar die Strafe eingezahlt, legt aber (natürlich fristgerecht) trotzdem Einspruch dagegen ein, dann wird der eingegangene Betrag "schwebend verbucht". Kommt es dann im weiteren Verfahren zur Einstellung - schwebender Betrag wird rückgezahlt. Kommt es zur Erlassung eines Straferkenntnisses - Betrag wird auf die nun verhängte Strafe angerechnet.

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