Recht und Gericht in Österreich 
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Matti : ( 2017-04-06 13:19:58 / 2051099 ) Vorläufiger Führerscheinentzug

Ich bin am Dienstag Abend in eine Polizeikontrolle
gekommen. Nach blasen (von0.0) Verbandskasten,
Warnweste und Warndreieck zeigen, meinte der Beamte ich
hätte gekifft. Er und zwei seiner Kollegen haben mir
danach dann in die Augen geleuchtet und meinten das
meine Pupillen zu groß sind.
Sie wollten mich dann mit in das etwa 30 min entfernte
Krankenhaus zum Bluttest nehmen. Einen Schnelltest
hatten sie nicht haben sie auf meine Frage geantwortet.
Die andere Möglichkeit war meinen Führerschein
vorläufig abzugeben. Für beide Möglichkeiten wurden mir
keine Konsequenzen oder Auswirkungen erklärt..
Ich habe mich dann für die zweite Option entschieden
weil ich schon fast am Ziel war und einen anstrengenden
Tag hinter mir hatte.
Das war wahrscheinlich nicht so gut wie ich jetzt
merke.
Nach telefonischer Rücksprache mit der Polizei habe ich
jetzt erfahren dass ich nächste Woche Post bekommen
werde und eine Anzeige gegen mich gestellt ist. Ich
muss wohl mit einer Geldstrafe und Führerscheinentzug
rechnen. Aber warum?

Ich würde mich sehr freuen hier einige Tipps zu
bekommen wie ich mich zu verhalten habe und mit was ich
rechnen muss.
Beste Grüße, Matti

Antworten:

zum Profil... Bundy : ( 2017-04-25 22:40:13 / 2051117 )

Du wirst eventuell zu einem Drogentest geladen! Mittels Haartest kann man monatelang Haschisch nachweisen.
Sonst ohne Beweise kann die Polizei nicht viel tun gegen dich.

..-.. : ( 2017-05-23 07:54:55 / 2051177 )

Gegen einen Haartest hilft das Abscheren sämtlicher Haare. Angeblich hat das eine gekannte Sängerin gemacht, die dann mit Vollglatze rumlief.

asadsasdasd : ( 2017-05-23 15:47:55 / 2051184 )

Nett, wie hier komplett gegen deine Rechte verstossen wurde.

Erstmal, den Schnelltest hättest du gar nicht machen müssen, und den Bluttest im Spital nur aufgrund eines konkreten Verdachts. Ein konkreter Verdacht ist sicher nicht nur "der hat rote Augen, ich glaub der kifft".. dazu müssen zB Cannabis oder Jointstummel im Auto herumliegen, oder du hättest vorher schon eindeutig beim lenken des Fahrzeugs beeinträchtigt sein müssen (Schlangenlinien fahren o.ä.).

Ein freiwilliges abgeben des Führerscheins gibts mal sowieso nicht, den würd ich mir alsbald wieder holen.

Rauch die nächsten Wochen/Monate gar nichts, also wirklich null, denn du wirst höchstwahrscheinlich zum Amtsarzt kommen, und der wird dich gleichmal pinkeln schicken.

Wenn du rauchst, und du das zugibst oder dir das nachgewiesen wird, wird man dir den Führerschein entziehn, oder unter Auflagen befristen, auch wenn du nie beim lenken eines KFZ unter Einfluss von Drogen erwischt wurdest.
Ich hatte die selbe Geschichte - busted mit knapp 1kg Weed, und beim Amtsarzt hab ich dann Konsum gestanden, um die Möglichkeit der Zurücklegung des Strafverfahrens auf Probezeit zu ermöglichen. Das hat natürlich meinen Führerschein in Gefahr gebracht, und ich hatte schon einen Bescheid für die Befristung vorliegen. Gegen den hab ich Beschwerde (früher nannte man es Einspruch) erhoben, und gewonnen.

Die Gründe, warum meiner Beschwerde stattgegeben wurde sind folgende VwGH Entscheidungen:

- ein gelegentlicher Konsum von Cannabis beeinträchtigt die gesundheitliche Eignung zum Lenken von Kraftfahrzeugen nicht

- für die Befristung oder den Entzug des Führerscheins muss ein konkretes Krankheitsbild vorliegen. Ein blosser Verdacht der Abhängigkeit von Suchtmitteln reicht nicht.


Ich würd mir, wenns soweit kommt, einen Anwalt besorgen, und ihn zur Sicherheit nochmal auf die hier erwähnte VwGH Judikatur hinweisen. Die Anwaltskosten werden dir, wenn du gewinnst, durch den Staat ersetzt.

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