Recht und Gericht in Österreich 
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zum Profil... Treadstone : ( 2017-05-19 08:28:39 / 2051169 ) Mietwohnung / Vermieter will Wohnung verkaufen

Ich habe ein unbefristetes Mietverhältnis ca 91qm Wohnung ( Vertrag
von meinem Vater übernommen "1989 Vertrag" ) und wohne seit meiner
Geburt quasi in der Wohnung. Folgendes : mein Vermieter wollte mit mir
reden und hat mir 2 Optionen angeboten : 1. Option er will mir die
Wohnung für 240.000€ verkaufen ( was sehr viel ist) und 2. Option er
wird die Wohnung VERKAUFEN , an einen anderen der dann der
Vermieter ist ! Quasi er verkauft die Wohnung mit mir Wo ich in einem
unbefristeten Mietverhältnis bin.

Meine Fragen dazu :

1. darf der Vermieter die Wohnung so verkaufen obwohl ich in einem
unbefristeten Mietverhältnis bin ? Der Mietvertrag ändert sich ja nicht
oder ?
2. der Vermieter hat gesagt er würde 1-2 mal mit seinem Makler und
potentiellen Käufer in meine Wohnung rein zur Besichtigung ! Darf er
das ? Bin ich verpflichtet den Makler und potentiellen Käufer in meine
Wohnung rein zu lassen ?????

Bitte um Hilfe und Bitte nur ernste und hilfreiche Antworten !!

Danke im Voraus


Antworten:

Eule4 : ( 2017-05-23 12:09:34 / 2051179 )

Dust Du Tüere aufsperrn, lasst Makler Rhein, und dann ist gut. Du eh weter wohnen dürfen.

Obermakler : ( 2017-05-23 12:46:07 / 2051180 )

Dust Du nix Tuere aufsperrn,lasst Makler nicht Rhein,und
dann ist gut.

zum Profil... Doris : ( 2017-05-23 13:37:20 / 2051181 ) @ Treadstone

Bei Neuvermietung darf der Vermieter nach vorheriger
Vereinbarung die Wohnung mit Interessenten betreten.
Vermutlich ist das beim Verkauf nicht anders.
Allerdings, wird es nicht bei 1-2 x bleiben. Da muesste
bereits der erste Interessent "anbeissen" - und der
wird vielleicht noch ein 3. Mal hineinschauen wollen.

Eine vermietete Wohnung mit unbefristetem Mietvertrag
ist schwerer zu verkaufen, und auf jeden Fall billiger
zu kaufen, als eine freistehende. Ohne Makler kommt es
wiederum billiger als mit.
Sollten Sie grundsaetzlich Interesse haben, die Wohnung
zu erwerben - wenn auch nicht um 240.000,-- Euro -
wuerde ich mich informieren, wieviel Ihr Vermieter
dafuer von einem "Fremden" verlangt. Schicken Sie ggfs.
einen Strohmann (zum Makler?) vor.

Katzenmama1 : ( 2017-05-23 13:49:45 / 2051182 )

Es wird ganz anders ablaufen !

Zuerst müssen Sie einige Wohnungsinteressenten hineinlassen.

Wenn er die Wohnung "mit Ihnen" verkauft, dann aber nur mit gewaltigem Preisabschlag
und finanziellen Einbussen für den Eigentümer. Daher kommt der Vermieter drauf, dass
wenn er Sie gerichtlich mit fadenscheinigem Argument vorher kündigt und hinaus haut,
dann kann er die Wohnung sehr teuer verkaufen !!!



Also wird er sich einen gescheiten Rechtsanwalt besorgen, der sich dann als
vermeintlicher Makler ausgibt, die werden dann Ihre Wohnung besichtigen und werden
überall im Klo Bad Küche die sanitäranlagen fotografieren und vermeintliche Schäden
fotografieren die Sie angeblich verursacht haben.

Dann kommt die gerichtliche aufkündigung des unbefristeten Vertrages, weil man ja so
schön dokumentiert hat, was Sie nicht alles in der Wohnung umgebaut haben und alles
ohne dem Einverständinis. Und Sie sind schuld das die Wohung feucht ist etc...

Das passiert oft in Österreich, und da war erst kürzlich ein Beitrag auf ORF 2

Frustrierter_Hausherr : ( 2017-05-23 15:03:15 / 2051183 )

Ich wollte alle meine "billigen Altmieter" entsorgen. Gab mir die größte Mühe, diese im Laufe der Jahre zu zermürben. Trotzdem sind diese fast alle immer noch da. Gegen EINE hab ich 4 Jahre lang prozessiert. Bis heute bin ich sie nicht losgeworden. Ganz im Gegenteil! Jetzt hat sie auch noch ihren "langjährigen Lebensgefährten" bei sich einquartiert, der früher immer nur gelegentlich vorbeigeschaut hat. Ich nimmer prozessieren! Ich verschenk mein Zinshaus und geh ins Altersheim. Mit Besitz hat man nur Ärger und Sorgen.

asadsasdasd : ( 2017-05-24 11:43:09 / 2051192 )

Scheint mir irgendwie nicht schlüssig dass ein Vermieter eine Wohnung verkaufen kann, wenn noch ein Mieter drin wohnt. Ein Autohändler verkauft dein Leasingauto ja auch nicht als Gebrauchten, solang du ihn noch fährst.

Ich würd in den Mietvertrag schaun, bzw mich rechtlich beraten lassen.. mit den Ratschlägen bis jetzt hier im Forum ist dir auf jeden Fall nicht geholfen.

.. : ( 2017-05-24 12:02:37 / 2051193 ) ja

das ist so rechtens. haben wir gerade genauso gemacht.

+++ : ( 2017-05-24 12:02:52 / 2051194 )

Warum soll das nicht schlüssig sein? Wenn ich die Wohnung als reines Anlageobjekt kaufe, dann bin ich vorrangig an den Mieteinnahmen interessiert und nicht an der Nutzung der Wohnung.

Eule4 : ( 2017-05-25 09:46:12 / 2051199 )

asad..., laßt den Makler jetzt eine?

zum Profil... Doris : ( 2017-05-25 13:25:02 / 2051201 ) @asadsasdasd

Was ist daran nicht schluessig?
Es ist zulaessig, dass ein Eigentuemer eine vermietete Wohnung an einen anderen verkauft. Der Kaeufer erwirbt die Wohnung mit allen Rechten und Pflichten - zumindest in der Theorie. In der Praxis kommt es oft vor, dass der Kaeufer die Wohnung oder ein Zinshaus freibekommen moechte, und dabei auch vor fiesen Tricks (Wasser abstellen, Fenster aushaengen ..) nicht zurueckscheut.

AnlageBerater : ( 2017-05-25 17:25:27 / 2051202 )

KEIN normaler MENSCH kauft eine unbefristet vermietete Wohnung! Wenn ich den Mieter nicht rausbekomme, müsste ich schon grenzdebil sein, wenn ich mein sauer Verdientes in ein derartiges Objekt stecke. Investieren Sie lieber in mein Senioren_Projekt, falls Sie nicht wissen, wohin mit der Marie.

caphehe : ( 2017-05-25 22:30:17 / 2051204 )

Ja, der Bestandgeber (Vermieter) darf das Bestandobjekt
(Mietobjekt) veräußern. Wenn Ihr Bestandrecht (Mietrecht)
im Grundbuch eingetragen wurde, dann kauft der Käufer die
Sache belastet mit diesem Bestandrecht (§ 1120 ABGB) und es
gilt uU (wenn das MRG anwendbar ist) eine 10 Jährige
Sperrfrist (§ 30 Abs 3 Satz 2 MRG). Wenn Ihr Bestandrecht
nicht intabuliert wurde, dann müssen Sie nach gehöriger
Aufkündigung dem neuen Besitzer weichen, können aber gemäß
§ 1120 zweiter Satz ABGB vom Bestandgeber volle Genugtuung
fordern (§§ 1295, 1323 zweiter Satz zweiter Halbsatz ABGB).

Am_längeren_Ast : ( 2017-05-30 08:58:40 / 2051213 )

In der Großstadt gibt es etliche berüchtigte "Hausherren", deren Methoden sattsam bekannt sind. Zuallererst bietet man dem Mieter einen Pimperl-Betrag, um ihn zum Auszug zu animieren. Manche Mieter lassen sich nicht mit einem "Pappenstiel" abspeisen, schätzen die Gegend, haben dort eine perfekte Nahversorgung, jede Menge öffentliche Verkehrsmittel...
Warum soll sich´s einer verschlechtern, wenn für ihn alles perfekt ist?
Also wird der "Hausherr" eine andere Strategie wählen müssen. Es wird von (ihm "ergebenen") Handwerkern verursachte Überschwemmungen o.ä. geben. Leider müssen die Bewohner "vorübergehend" anderweitig untergebracht werden. Die Reparaturarbeiten ziehen sich endlos und zermürben die Mieter. Letztendlich gewinnt der, der die besseren Nerven hat...

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