Recht und Gericht in Österreich 
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zum Profil... ReinholdD : ( 2017-10-14 01:14:32 / 2051778 ) Strafverfügung wegen Bankfehler

Hallo an alle, bin neu hier, und vielleicht weiß jemand Rat :)

Folgendes ist mir passiert: Im Sommer bin ich in meiner Dummheit und im Glauben, mir könne nichts passieren, mehrmals über die Wiener Tangente zur Arbeit gefahren. Ich war spät dran und dachte mir: Okay, schnell mal über die Tangente und gewinne 10 Minuten...

Resultat: 2 x Ersatzmaut je € 120. Ärgerlich, aber soll so sein. Bin ein Mautpreller, klingt so verrucht...

Die 2 x Ersatzmaut je € 120 hab ich innerhalb der Zahlungsfrist eingezahlt, bzw. bei meiner Bank eine SB-Überweisung an die Asfinag getätigt. Und war seit dem, Mitte August, nicht mehr in der Bank - wohl der Fluch des Plastikgeldes, sprich Bankomat-Karte und dass mit ihr bezahlt wird.

Anfang Oktober kommt mir ein Brieflein geflogen vom Magistrat: Strafverfügung 2 x € 550, weil ich die Ersatzmaut nicht gezahlt habe.

Was ist passiert: Obwohl ich am Erlagschein die Summe deutlich geschrieben habe, hat meine Bank - oder wer dafür zuständig war - an Asfinag die falsche Summe überwiesen, statt 2 x € 120 nur 2 x € 1,20. Das habe ich erst per Kontoauszug nach der Strafverfügung gesehen, weil ich mir dachte, das könnte vielleicht der Grund sein - und das war der Grund. Gleichzeitig hatte ich damals mit den 2 x Ersatzmaut eine Summe von € 147 an das Finanzamt zwecks Steuervorauszahlung überweisen lassen, das wurde wiederum richtig überwiesen.

Nun, zwar konnte ich mit Einspruch beim Magistrat - Bitte um Herabsetzung - die Summe von 2 x € 550 auf 2 x € 330 herabsetzen. Trotzdem ärgert es mich, wegen dem Fehler der Bank nun insg. € 420 mehr zahlen zu müssen.

Die Zuständige beim Magistrat wiederum meinte, es liege in meiner Verantwortung, den Zahlungsverkehrs meines Kontos zu überprüfen, sprich: Ich bin selbst schuld dass ich nicht rechtzeitig nachgeschaut habe, ob auch die richtige Summe überwiesen wurde.

Meine Frage: Kann ich hier etwas tun, bzw. kann ich diese Mehrsumme von € 420 bei der Bank beanspruchen da es immerhin ihr Fehler war, falsch überwiesen zu haben?

Liebe Grüße, Reinhold.

Antworten:

zum Profil... blub : ( 2017-10-14 07:46:24 / 2051780 )

"Die Zuständige beim Magistrat wiederum meinte, es liege in meiner Verantwortung, den Zahlungsverkehrs meines Kontos zu überprüfen, sprich: Ich bin selbst schuld dass ich nicht rechtzeitig nachgeschaut habe, ob auch die richtige Summe überwiesen wurde."

Das ist korrekt.

"Meine Frage: Kann ich hier etwas tun, bzw. kann ich diese Mehrsumme von € 420 bei der Bank beanspruchen da es immerhin ihr Fehler war, falsch überwiesen zu haben?"

Viel Glück - theoretisch ja. Nach den allgemeinen Regeln des Schadenersatzrechts.

Die Bank wird ziemlich sicher die Forderung ablehnen, womit der Klagsweg bleiben würde.

Im konkreten Fall könnte aber AK / VKI vielleicht sogar ein wenig öffentlicher Druch über Soziale Medien und Co sinnvoll sein WENN der Erlagschein tatsächlich VOLLKOMMEN EINDEUTIG ist und es KEINERLEI Zweifel daran gibt, dass man das anders als EUR 120,00 lesen kann.

hochrangige_Politikarin : ( 2017-10-15 14:37:19 / 2051789 )


Zahlen Sie immer Strafen und sonstige wichtige Sachen per
online-banking !!!! Niemals per Erlagschein !!!

Meiner Erfahrung nach machen Bankmitarbeiter immer Fehler,
weil die meistens einfach zu blöd sind.

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