Recht und Gericht in Österreich 
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woidl11 : ( 2018-01-11 10:41:49 / 2051991 ) KFZ-Rechtsschutz Fehler bei Polizze Geld zurück???

Hallo zusammen

Beim Umzug meiner Mutter ist uns aufgefallen , das noch
eine KFZ-Rechtsschutzversicherung existiert und jährlich
bezahlt wird , aber das versicherte KFZ gibt es seit 10
Jahren nicht mehr.Es wurde nach einen Unfall abgemeldet.
Gibt es da eine Möglichkeit bezahlte
Versicherungsprämien zurückzufordern? Das Auto wurde
damals vom gleichen Versicherungsberater abgemeldet ,
der auch diese Rechtsschutzversicherung mit meiner
Mutter abgeschlossen hat.

Antworten:

zum Profil... weilander : ( 2018-01-11 18:50:31 / 2051992 ) Nein!

Was kann die Versicherungsgesellschaft dafür, wenn sie nicht gemeldet haben, dass das Fahrzeug nicht mehr existent ist?
Fordern, keinesfalls. Bitten, möglich?
Sorry, aber ein wenig Selbstverantwortung hat der Mensch auch noch.

zum Profil... Doris : ( 2018-01-11 22:02:58 / 2051993 ) Meldung

Die Meldung ist ja erfolgt, da
die Haftpflicht- und die
Rechtsschutzversicherung bei der
gleichen Versicherung waren.
Fraglich, ob ein
Verkehrsrechtsschutz nur für ein
bestimmtes Fahrzeug
(polizeiliches Kennzeichen)
vorgesehen ist, oder ob es nicht
automatisch auf das Nachfolge-
Fahrzeug übergeht.
Verkehrsrechtsschutz deckt ja
ausserdem nicht nur Probleme im
KFZ-Umfeld ab, sondern auch
solche von Radfahrern und
Fußgängern.
Als ich kürzlich nach dem
Verlust einer Kennzeichentafel
neue Nummern bekommen habe, so
meldete ich das meinem
Versicherungsmakler, der
unaufgefordert ALLE Polizzen
erneuert hat, indem das
Auto(kennzeichen) eine Rolle
spielt.

woidl11 : ( 2018-01-12 09:53:52 / 2051995 )

@Doris
In der Polizze steht folgendes:

FAHRZEUG-RECHTSSCHUTZ UND FAHRZEUG-VERTRAGS-
RECHTSSCHUTZ FÜR DIE ANGEFÜHRTEN KRAFTFAHRZEUGE UND/ODER
ANHÄNGER PKW mit dem Kennzeichen xxxxxxx SCHADENERSATZ-
RECHTSSCHUTZ (ART. 17, PKT. 2.1).
Somit gilt diese Versicherung nur für dieses Fahrzeug ,
oder sehen sie das anders?


zum Profil... blub : ( 2018-01-13 09:29:45 / 2051997 )

1) Der Versicherungsschutz ist nicht (automatisch) auf das neue Fahrzeug übergegangen. Es gilt einmal grundsätzlich das was in der Polizze steht.

2) Rechtsschutz ist bei einem Versicherungsunternehmen (vereinfacht) getrennt von den anderen Sparten zu führen

3) Ansprechpartner wäre hier der Makler (Wenn es ein Makler und kein Agent war). Von der Versicherung kann man maximal auf Kulanz was zurückbekommen, rechtlich haben die aber keinen Fehler gemacht. Aus rein finanzieller Sicht hatte das Unternehmen für den Zeitraum auch eine Rückstellung zu bilden, sie wussten ja nicht, dass es in Wirklihckeit kein Risiko gab.

Wie immer: Reden - von selbst passiert einmal gar nix.

zum Profil... Doris : ( 2018-01-15 14:22:48 / 2052000 ) @woidl11

Schicken Sie der Versicherung eine Kopie der Abmeldung des KFZs und auch die Endabrechnung der Haftpflichtversicherung mit dem Hinweis, dass Sie eine Rueckerstattung der zu viel bezahlten Praemien erwarten.

zum Profil... woidl11 : ( 2018-02-25 08:48:35 / 2052146 )

Ich habe jetzt die Versicherung gebeten , mir die zu viel bezahlten Prämien wieder zurück zu bezahlen. ( zumindest einen Teil ). Wie erwartet bezahlen die mir nichts zurück. Ich werde es jetzt dabei belassen , weil immerhin hätten wir das ja auch früher bemerken müssen ,aber andererseits , für was hab ich denn meinen Berater ?? Wenn er mir eine neue Versicherung andrehen will ist er ja auch gleich zur Stelle. Er hat ja damals auch dieses KFZ abgemeldet und die Haftpflicht storniert. Die Rechtsschutz hat er halt nicht storniert.Hat noch wer eine Idee ,ob hier etwas zu machen ist??

zum Profil... blub : ( 2018-02-25 09:00:10 / 2052148 )

Natürlich ist "was zu machen" iSv fordern - weil fordern kann man immer. Die Frage ist ob man sich am Ende auch durchsetzen kann und das ist im Vornherein nicht immer leicht zu beantworten.

Hat der Makler auch die Rechtsschutzversicherung vermittelt bzw. wusste er von dieser (bzw. hätte von dieser wissen müssen)? Aus dem Sachverhalt wohl eher ja. War es überhaupt ein Makler? (wenn es ein Agent war, wäre wieder das Versicherungsunternehmen selbst der richtige Ansprechpartner)

Wenn ja ist der Makler sowieso der korrekte Ansprechpartner für die zuviel bezahlten Prämien. Dann sollte ihn mal einfach anschreiben "Du ich habe zuviel bezahlt, weil du die 2. Versicherung übersehen hast (vielleicht mit anderen Worten). Zahl mir das zurück. Man sollte sich auch einmal konkret überlegen was man will und mit welchem möglichen Gegenangebot man noch zufrieden wäre.

zum Profil... Doris : ( 2018-02-25 10:48:31 / 2052150 ) @woidl11

Ich haette die Versicherung nicht gebeten, sondern aufgefordert - und auf jeden Fall nicht nur einen Teil der zu viel bezahlten Praemien. (Nachgeben kann man im Laufe der Verhandlungen immer noch)

Mit welcher Begruendung hat die Versicherung abgelehnt?


zum Profil... blub : ( 2018-02-26 08:48:30 / 2052159 )

Es ist eher umgekehrt: Mit welchem Argument soll die Versicherung was zurückzahlen, wenn weder der VN noch der Makler (der dem VN zurechenbar ist) der Versicherung mitteilen, dass das Risiko nicht mehr besteht.

Wenn ich keinen Fernseher und keinen Computer mehr habe
aber vergesse bei UPC zu kündigen, dann muss ich auch weiterzahlen. Das ist eigentlich recht simpel.

Im konkreten Fall gibt es halt nur jemanden, der vielleicht an die Kündigung denken hätte müssen - und das ist der Makler.

Alles, was die Versicherung rückerstatten würde wäre reine Kulanz (die man gegenüber einem ziehenden Kunden) kaum walten lassen wird.

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