Recht und Gericht in Österreich 
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zum Profil... celina78 : ( 2018-05-17 18:11:32 / 2052385 ) Rechtsschutz zahlt nicht?ist es Arbeitsrecht??

Bitte um eure Hilfe!
Mein Freund hat zwei Anzeigen in 1,5 Jahren von derselben Person bekommen
(1. Anzeige wegen unerlaubten Zugriff auf Pc - stimmt nicht!!!) und 2. wegen
Mobbing in der Arbeit. sie verliess das Unternehmen vor 2 Jahren und brachte
jetzt einen bedingten Zahlungsbefehl wegen
Schmerzensgeld/Schadenersatzforderung aus der Zeit in der Arbeit, aber auch
wegen angeblichen Nachstellen danach bei Gericht ein ( Arbeit- und
Sozialgericht) Es ist eine persönliche Rache ihrerseits und es ist an den ganzen
Vorwürfen nichts dran. Unsere Rechtsschutz will nicht zahlen, weil sie das nicht
decken weil es sich unter Kollegen abgespielt hat- so die Begründung.
Ist das denn rechtens? Wir haben lt. Polizze Abwenden von
Schadenersatzansprüchen dabei. Es sind nun 2 Anzeigen, und das
strafrechtliche liegt derzeit immer noch beim Staatsanwalt (lt.Polizei kann ihm
nichts zur Last gelegt werden). Der Anwalt hat fälschlicherweise bereits
Einspruch getätigt und nicht auf die Deckungsabfrage gewartet, stellt uns nun
alles in Rechnung. Das hätte er so nie machen dürfen lt Arbeiterkammer.
Ist das wirklich Arbeitsrecht????? ist das nicht eher eine Zivilrechtssache? Ich
habe keine Ahnung! Deckt so etwas denn die Haftpflichtversicherung ab?

Wir sind mit den Nerven fertig, denn wir wissen heute schon, dass sie immer
wieder solche Anzeigen tätigen wird! Und wegen Verleumdung können wir noch
nicht vorgehen solange die Anzeigen noch nicht abgeschlossen sind. und
zahlen müssten wir das auch aus eigener Tasche wurde uns gesagt.
Wie kann man sich gegen solche Behauptungen schützen?

Antworten:

Doriς : ( 2018-05-17 21:04:12 / 2052386 )


Sie sollten als nächsten Schritt den Anwalt verklagen, weil
er voreilig und ohne Deckungszusage schon fortgefahren ist!

zum Profil... celina78 : ( 2018-05-18 07:02:26 / 2052388 )

uns wurde uns geraten es über die Anwaltskammer zu machen.
Der Versicherungsmitarbeiter hat scheinbar nicht gemerkt, dass wir wegen 2
Delikten beim Anwalt waren, das tätigenden bei der strafrechtlichen Sache
(Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft) hat er auch uns verrechnet. Das aber
müsste ja gedeckt sein, weil strafrechtlich. Nur der Versicherungsmitarbeiter ist
für uns nicht erreichbar. Es hört uns keiner zu.

zum Profil... blub : ( 2018-05-18 08:44:45 / 2052390 )

Der Ansprechpartner ist eure Versicherung und oder euer Makler oder allenfalls die Arbeiterkammer

Hier weiß niemand, was für einen Vertrag ihr habt, welche Verfahren oder welchen Anspruchsbehauptungen konkret eingebracht wurden etc. Es KANN hier - auf Basis der Information - niemand sinnvoll Antwort geben.

Den Einspruch des Anwalts halte ich für sinnvoll (je nachdem was drin steht), weil wenn man nichts macht, wird das Ding rechtskräftig, auch wenn man materiell recht hat.

Das Zivilverfahren kostet (im Nachhinein) ohnehin nichts, WENN man das Verfahren gewinnt, denn dann trägt der Gegner die Kosten.

Strafverfahren (va bei Vorsatzdelikten) sind bei weniger Rechtsschutzmodulen dabei. Diese zahlen auch nur im Falle eines Freispruchs (nonaned).

Klar strukturiert, mit Absätzen den Sachverhalt darstellen und damit zur Versicherung und klar sagen, was man möchte. Hier bringt es gar nichts.

Den Anwalt, wegen des Einspruchs verklagen. LOL - viel Glück damit.

zum Profil... blub : ( 2018-05-18 08:46:25 / 2052391 )

gemeint die Rechtsanwaltskammer wegen Information. Aber in der Sache der Anwalt und wegen der Deckung Versicherung und oder Makler.

Wenn euch niemand zuhört -Fristen setzen.

zum Profil... Doris : ( 2018-05-18 09:22:03 / 2052392 ) @celina78

Das Allerwichtigste: gegen den bedingten
Zahlungsbefehl FRISTGERECHT Einspruch erheben!!
Das kann ohne Anwalt erfolgen. Wird nicht
fristgerecht Einspruch erhoben, so ist das nicht
mehr reparabel.

zum Profil... blub : ( 2018-05-18 09:53:38 / 2052394 )

Der Einspruch wurde ja offensichtlich eh schon erhoben.....

Ja und sie hätten es wahrscheinlich auch selbst machen aber nicht jeder Einspruch gegen einen Zahlungsbefehl kann ohne Anwalt gemacht werden (§ 27 ZPO, Landesgericht bzw. mehr als EUR 5.000 Streitwert). Dann kriegt die Partei halt einen Verbesserungsauftrag.....

zum Profil... celina78 : ( 2018-05-19 16:50:23 / 2052403 )

es ist schon ok dass der Anwalt der Anwalt Einspruch erhoben hat, nur wäre es
seine Pflicht gewesen die Deckung zuvor in Erfahrung zu bringen. Und uns zu
informieren was es kosten wird wenn es nicht gedeckt ist.

das hat 14 Tage gedauert!!!! wir waren am 2.5. beim Anwalt, am 15.5. kam die
Deckungsabsage....
Der Anwalt hat auch nicht beide Anzeigen nicht getrennt behandelt.
Das haben wir die letzten Tage selber in Eigenregie getan und nun trennt die
Versicherung, die sich nach 3 tagen endlich gemeldet hat, die beiden
angeblichen Delikte und prüft zumindest in der !. Sache nochmal die Deckung.

Die Ak meinte zuerst, sie hilft uns und wollte Schon einen Termin vergeben.
Dann meinte eine andere, das wird nicht übernommen da mein Freund der
beklagte ist.
Was ist mit der Unschuldsvermutung? Jeder stempelt ihn ab und er hat keinerlei
Rechte?

Wir zahlen den Einspruch, wissen aber gar nicht wie der Anwalt argumentiert
hat.....
Fakt ist, wir wechseln den Anwalt.

Mir wurde gesagt, dass evtl die Haftpflicht das übernehmen könnte.

Ablehnungsbegründung der Rechtsschutz: Ablehnung von
Schadensersatzansprüchen fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich einer
Rechtsschutzversicherung.

Aber es ist auf unserer Polizze deutlich als Leistung lesen, dass
Schadensersatzansprüche im Berufsbereich gedeckt sind...

Weitere Begründung (die wohl eher begründet sein wird): Streitigkeiten aus
Mobbing unter Kollegen wird nicht von der Arbeitsgericht-Rechtschutz gedeckt)

Welche Möglichkeiten haben wir?
Wir sind echt ratlos,
vor allem geht es uns auch darum, uns vor weiteren Anschuldigungen und er
Zukunft zu schützen. Müssen jetzt diese Anklage abwehren auf eigene Kosten
und auf eigene Kosten eine Unterlassungserklärung oder ähnliches.


zum Profil... blub : ( 2018-05-19 18:26:09 / 2052404 )

Ich weiß, dass das alles sehr belastend ist aber in Wirklichkeit kann das Forum hier nur bedingt helfen (Selbst, wenn nicht hauptsächlich skurrile Gestalten unterwegs wären), weil die Verfahren ja ohnehin schon laufen.

Für sinnvoll Hilfe: Eine nüchterne, sachliche Darstellung des Sachverhaltes. Keine ???? !!!, nicht zwischen Themen springen etc, Absätze sind dein Freund - der letzte Beitrag ist eh voll ok aber so grundsätzlich.

Offenbar gibt es 2 Verfahren.

Eine strafrechtliche Anzeige und ein zivilrechtliches Verfahren. Offenbar wird das Zivilverfahren vor dem Landesgericht als ASG geführt, weswegen die Versicherung wohl auch die Deckung ablehnt, weil sie es als Forderung aus dem Arbeitsverhältnis sieht. Hier stellt sich einmal die Frage: War der Beklagte Kollege oder Vorgesetzter oder gar selber Arbeitgeber. Wenn es einen Dritten Arbeitgeber gab - wurde dieser in irgendeiner Firm informiert, vielleicht sogar "der Streit verkündet", weil ein negatives Urteil gegen den Beklagten könnte ja auch bedeuten, dass der Arbeitgeber seine Pflichten vernachlässigt hat.

"Mir wurde gesagt, dass evtl die Haftpflicht das übernehmen könnte."

Halte ich für ein Gerücht aber dann wird man die Haftpflicht kontaktieren müssen. Ich bin mir aber sicher, dass die einmal ablehnen wird.

"Ablehnungsbegründung der Rechtsschutz: Ablehnung von
Schadensersatzansprüchen fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich einer
Rechtsschutzversicherung.

Aber es ist auf unserer Polizze deutlich als Leistung lesen, dass
Schadensersatzansprüche im Berufsbereich gedeckt sind...

Weitere Begründung (die wohl eher begründet sein wird): Streitigkeiten aus
Mobbing unter Kollegen wird nicht von der Arbeitsgericht-Rechtschutz gedeckt)"

Man wird klären müssen, was "Schadensersatzansprüche im Berufsbereich" sind, es KÖNNTE bspw. sein, dass dies nur Ansprüche von Dritten (Kunden) sind, auch hier wird es einen Unterschied machen - ist der Beklagte selbst Arbeitgeber gewesen oder nur ein Mitarbeiter - Welche RS Bausteine hat er konkret. Die Begründung der Versicherung klingt einmal nicht unplausibel. Wiederum: Da muss man sich die Bedingungen im Detail anschauen. Die Versicherung auffordern zu begründen, auf welche Bestimmung innerhalb der Bedingungen sie sich stützt!

Im Schlimmsten Fall muss man halt (Risiko) einen Deckungsprozess führen, dann sollte man sich aber auch ziemlich sicher sein, dass die Deckung auf Basis des Vertrages vorliegt und die Versicherung zu Unrecht verweigert. Man kann auch mit einem Deckungsprozess drohen, dann sollte man aber auch den Atem haben, das durchzuziehen, wenn die Versicherung trotzdem "nein" sagt.

"Welche Möglichkeiten haben wir?"

Im Strafverfahren: Möglichkeit von Äußerungen - den eigenen Standpunkt darlegen und allfällige Beweismittel, wenn welche vorgelegt wurden entkräften. Es gibt eine Tat, derer man beschuldigt wird und der Ankläger (Staat) muss die Tat nachweisen. Natürlich gibt es Fehlurteile, wenn die Angaben im SV stimmen, wird das eine Einstellung oder ein Freispruch. Ende der Geschichte. Möglichkeit einer Anzeige wegen Verleumdung.

Im Zivilverfahren. Die Argumente der Klagsseite lesen, verstehen und darauf eingehen und Klagsabweisung beantragen (vereinfacht). Der Einspruch des Anwalts kann auch ein "leerer" Einspruch gewesen sein, vielleicht gibt es daher noch gar keine Argumente.´

"Müssen jetzt diese Anklage abwehren auf eigene Kosten"

Ja (bzw. siehe Versicherung)

und auf eigene Kosten eine Unterlassungserklärung oder ähnliches.

Wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, ist dieses Thema erledigt. Es hindert die Klägerin aber nicht eine WEITERE Klage zu einem ANDEREN Vorfall einzubringen - dem kann auhc schwer mit einer Unterlassungsklage begegnet werden (vereinfacht gesagt). Grundsätzlich "heilt" hier die Zeit alle Wunden, denn nach 3 Jahren tritt die für maßgeblichen Ansprüche Verjährung ein und dann ist es "vorbei".

zum Profil... celina78 : ( 2018-05-20 15:06:20 / 2052409 )

Danke Blub!

du hast es korrekt wiedergegeben.
Die Strafrechtssache macht uns weniger Sorgen, da lt. Polizei nichts gegen ihn
vorliegt, sollte auch gedeckt werden von der Versicherung...
da sind wir mal optimistisch.

in der anderen Sache ist es schwieriger, da wie du schreibst, es eigentlich
Zivilrechtssache ist, aber über das Arbeitsgericht abgewickelt wird. Somit will
die Rechtsschutzversicherung abspringen. Ist es tatsächlich Arbeitsrecht das
hier angewendet wird?
Ich sehe es auch im Zivilverfahren.... Sie behauptet ja auch, dass er nach der
Kündigung ihr nachgestellt hätte etc...

Müsste der Arbeitgeber nicht seine Mitarbeiter schützen wenn dem so ist?
Mein Freund hat den Vorgesetzten mehrmals über die Probleme informiert und
gebeten hier etwas zu tun.
Doch das er nicht.
Somit ist er, wie du sagst, seiner Pflicht nicht nachgekommen.
Wie ist nun der Arbeitgeber zu belangen. Im Nachhinein, in diesem Verfahren
schon?
Kann da die Ak auch helfen?

Ich weiß, es ist schwierig, und wir versuchen wirklich Auskünfte zu bekommen,
werden auch Stellen aufsuchen, wollen zur Ak.
Aber jede Info hilft uns schon weiter.
Waren bei 2 Anwälten, und der jetzige ist eine Katastrophe!

Und wie du sagst, es wird in Zukunft mit Sicherheit wieder eine Anzeige geben.
Beruflich ist es bald verjährt... oder sagen wir so, noch 1 Jahr müssen wir zittern
ob da noch was kommt .

Doch sie kann immer wieder Behauptungen aufstellen und ihn anzeigen.
Wir überlegen alsbaldige eine weitere Rechtsschutzversicherung aufzunehmen,
die uns evtl besser für die Zukunft schützen wird können. Aber vielleicht gibt es
eh keine Absicherung, und man ist solchen Menschen und den Gerichten
ausgeliefert.

Aber wenn sie eine Unterlassungserklärung unterzeichnen sollte (bezweifle eh
dass wir das überhaupt irgendwie schaffen) , dann macht sie sich doch
strafbar? Und wird belangt, weil es eine gerichtliche Auflage ist die sie verletzt...
ist das nicht so?


zum Profil... Doris : ( 2018-05-22 00:55:30 / 2052419 ) @celina78

Kurz gesagt: die AK übernimmt keinen Rechtsschutz, sobald ein Anwalt (privat) beauftragt wurde, d.h. der ERSTE Weg sollte immer zur AK führen. Erst wenn dort keine Unterstützung zu erwarten ist, sollte man sich selbst einen Anwalt suchen.

Mobbing zwischen Kollegen ist kein arbeitsrechtlicher, sondern ein strafrechtlicher Tatbestand.
Es gibt zwar eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, doch liegt hier kein Verfahren gegen den Arbeitgeber vor. Den würde ich jedoch ggfs. als Zeugen laden (lassen).

Der Abschluss einer weiteren Rechtsschutzversicherung würde in diesem Fall nichts bringen - nur Kosten, aber keine Deckung, da ja bereits Verfahren anhängig sind.

Wieso sollte die Haftpflicht-Versicherung (welche?) zuständig sein?

Unbefugter Zugriff auf den Firmen(?)-PC - selbst wenn ein solcher tatsächlich erfolgt sein sollte, wenn die Kollegin den PC ohne Passwort-Schutz oder ähnlichem herumstehen lässt, ist sie selber schuld. Anders, wenn illegale Hilfsmittel - "Hacking" - verwendet worden wären, um an die PC-Daten heranzukommen oder Daten zu zerstören.

Ohne strafrechtliche Verurteilung wegen Stalkings, werden sich Schmerzensgeld-/Schadenersatzforderungen kaum durchsetzen lassen. Auf welcher Grundlage hat die Ex-Kollegin überhaupt den bedingten Zahlungsbefehl beantragt??
Jedenfalls gut, dass der Einspruch gegen den Zahlungsbefehlt fristgerecht erfolgt ist, wobei dafür keine detaillierte Begründung notwendig ist. Es reicht, einzubringen, dass die Forderung nicht anerkannt wird bzw. nicht besteht. Im Verfahren muss die Frau beweisen, dass die Ansprüche gerechtfertigt sind.

Was den strafrechtlichen Teil betrifft: wurde überhaupt Anklage erhoben oder nur Anzeige erstattet? Es muss ja gar nicht zu einem Strafverfahren kommen. Die Staatsanwaltschaft kann das Verfahren einstellen, oder es könnte durch den Richter zu einer diversionellen Erledigung kommen. Hier würde ich empfehlen "nur keine Panik!".

zum Profil... blub : ( 2018-05-23 06:50:57 / 2052421 )

"Mobbing zwischen Kollegen ist kein arbeitsrechtlicher, sondern ein strafrechtlicher Tatbestand. "

Das stimmt so pauschal nicht:

"Mobbing" als solches ist einmal KEIN strafrechtlicher Tatbestand. Verleumdung, Beleidigung, Eingriffe in Computetsysteme, etc - oftmals ist "Mobbing" eine Kombination aus Straftaten, die strafrechtlich zu behandeln sind. Mobbing KANN aber auch dann vorliegen, wenn KEIN strafrechtliches Verhalten gesetzt wurde.

Darüber hinaus hat Mobbing natürlich zivilrechtliche Konsequenzen und NO NA NED auch arbeitsrechtliche.

In erster Linie besteht natürlich ein Vertragsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer und der AG hat eine Fürsorgepflicht gegenüber dem AN. Der AG hat den AN vor Mobbing anderer AN zu schützen. Detail Fragen, wie Mobbing aufgrund Geschlecht bzw. sexuelle Belästigungen lassen wir mal außen vor.

Auch wenn der AG den AN direkt mobbt ist das NATÜRLICH (auch) eine arbeitsrechtliche Frage (berechtigter vorzeitiger Austritt, Schadenersatz, etc). Jedenfalls ist auch das Mobbing durch andere AN ein Fall´für das Arbeitsgericht, wenngleich die Parteien idR AN und AG sind.

Mit dem Kollegen hat man keinen Vertrag aber kann den natürlich auch zivilrechtlich klagen (aus Verschulden)

Meiner bescheidenen Meinung würden derartige Ansprüche eher vor das allgemeine Zivilgericht gehören, ich will aber nicht auschließen, dass sich das Arbeitsgericht für zuständig erklärt, weil die Quelle des Schadenersatzes das Verhalten im aufrechten Arbeitsverhältnis ist. Hier könnte man die Unzuständigkeit einwenden.

"Unbefugter Zugriff auf den Firmen(?)-PC - selbst wenn ein solcher tatsächlich erfolgt sein sollte, wenn die Kollegin den PC ohne Passwort-Schutz oder ähnlichem herumstehen lässt, ist sie selber schuld. Anders, wenn illegale Hilfsmittel - "Hacking" - verwendet worden wären, um an die PC-Daten heranzukommen oder Daten zu zerstören."

Das stimmt so pauschal natürlich auch nicht - vor allem nicht für das Zivilverfahren und allfällige Schadenersatzansprüche. Natürlich trägt das Opfer in einem solchen Fall eine Mitschuld aber die Hauptschuld trägt natürlich nach wie vor der Täter - "selbst schuld" macht es zu einfach - schon gar nicht für Mobbing

Das Strafrecht wiederum kennt mehr als den § 118a sondern auch bspw. 126a-c, hier muss man sich halt einmal anschauen, wie KONKRET der Vorwurf lautet.

Strafverfahren generell: Doris hat schon recht (keine Panik!) aber Vorsicht bei der diversionellen Erledigung. Keine Vorstrafe (gut) ABER Schuldeingeständnis - dies vor dem Hintergrund des Zivilverfahren beachten!!

zum Profil... celina78 : ( 2018-05-23 15:47:08 / 2052423 )

den Anwalt haben wir jetzt mit der strafrechtlichen Sache betraut, soweit die
Deckung nun von der Versicherung gegeben ist. Die Anzeige wurde vor fast 10
Monaten getätigt, bis heute bekamen wir nichts,es liegt immer noch bei der
Staatsanwaltschaft auf. also keine anklage, keine Einstellung etc. Und ich kann
mir nicht vorstellen in Diversion zu gehen! sie behauptet , er hätte ihren privaten
PC und FB Profil gehackt , nichts mit firmen pc oder so... er hätte es ja
angeblich 2017 getan (2016 die Kündigung).
Verleumdungsanzeige geht nun nicht mehr? also in dieser Sache? habe gelesen
nur bis 3 Monate nachdem man in Kenntnis gesetzt wurde geht so eine
Anzeige....

ich denke auch, dass man vielleicht erreicht, dass ein anderes Gericht dafür
zuständig ist. wie funktioniert das? muss man sicher mit Anwalt beantragen,
oder kann/muss die Richterin das entscheiden?

zum Profil... Doris : ( 2018-05-23 16:24:07 / 2052424 ) @ blub

Wenn es sich um einen Firmen-PC handelt, ist die Frage,
ob ein Zugriff durch andere Mitarbeiter überhaupt
widerrechtlich wäre.

Wie mittlerweile von "celine78" konkretisiert wurde,
handelte es sich aber angeblich um den privaten PC
sowie das FB-Profil. Da stellt sich dann aber wiederum
die Frage, weshalb diese Tatbestände überhaupt in das
Arbeitsrecht fallen sollten. Nur, weil der angebliche
Täter ein Arbeitskollege ist?
Kann die Frau überhaupt beweisen, dass ihr PC/Ihr FB-
Profil gehackt wurde, und wenn ja, ob das tatsächlich
ihr Ex-Kollege war?


zum Profil... Doris : ( 2018-05-23 16:32:58 / 2052425 ) @ blub

Wie können Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche,
die weder der Höhe nach feststehen und daher auch noch
nicht (über)fällig sind, überhaupt per Mahnklage
eingefordert werden?

zum Profil... blub : ( 2018-05-23 19:33:13 / 2052426 )

Im Strafverfahren Akteneinsicht nehmen - es "riecht" aber nach Einstellung.

"Wenn es sich um einen Firmen-PC handelt, ist die Frage,
ob ein Zugriff durch andere Mitarbeiter überhaupt
widerrechtlich wäre"

Strafrechtlich eher nein - mobbing kann es sein bzw. Dienstverfehlung ziemlich sicher (außer halt bei ganz kleinen Unternehmen) - alle größeren Unternehmen haben eine IT Leitlinie, die solche Dinge regelt. Wie ernst die genommen wird, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn sich das alles "zu Hause" abspielt - also der einzige Konnex ist, dass sie Kollegen sind, sehe ich den arbeitsrechtlichen Konnex auch nicht. ME hätte sich das Gericht für unzuständig erklären müssen (Mit der Möglichkeit der Überweisung an das zuständige Gericht)

"Wie können Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche,
die weder der Höhe nach feststehen und daher auch noch
nicht (über)fällig sind, überhaupt per Mahnklage
eingefordert werden?"

Indem die Klägerin reinschreibt "A schuldet mir 5.000 EUR aus dem Titel des Schadenersatzes". Dann wird ein Zahlungsbefehl gegen A in Höhe von EUR 5.000 erlassen Das ist ja gerade der Witz am Zahlungsbefehl, das keine inhaltliche Prüfung erfolgt.....

Aber auch generell muss ich als Kläger mal den Streitwert bemessen, das ist eben das Risiko eines Teilverlustes bei Überklagung. Aber es ist vollkommen üblich einen Wert X einzuklagen und dann eben auszudehnen oder einzuschränken.

Lieselotte_Schlampert : ( 2018-05-23 19:52:40 / 2052427 )



Aufgrund Ihrer erlittenen hysterischen Erlebnissen mit
psychologischer Boshaftigkeit unter bösen Arbeitskollegen,
würde ich mindestens 10.000,- Euro Schadenersatz fordern!


zum Profil... blub : ( 2018-05-24 07:11:45 / 2052431 )

"Aufgrund Ihrer erlittenen hysterischen Erlebnissen mit
psychologischer Boshaftigkeit unter bösen Arbeitskollegen,
würde ich mindestens 10.000,- Euro Schadenersatz fordern!"

Stimmt - theoretisch könnte man das so machen, wenn man noch wüsste, wen man klagen soll. Aufgrund deiner sonstigen Äußerungen wird man aber wohl eher ein Sachwalterschaftsverfahren anstrengen als einen Zahlungsbefehl erlassen.....

zum Profil... celina78 : ( 2018-05-25 11:42:25 / 2052444 )

iin der gestrigen Beratung ging heraus, dass es total lächerlich ist was sie da
tätigt und nie aufs Arbeitsgericht hätten kommen dürfen. Nur allein wegen dem
"Mobbingvorwurf" ist das Arbeitsgericht zuständig. Aber es ist alles eine private
Angelegenheit und gehört eigentlich aufs Zivilgericht.
Würde das Gericht es genauso sehen, und die Zuständigkeit ablehnen, wäre der
Verdacht nahe dass sie hier Amtsmissbrauch gegangen hat und wäre zu
bestrafen.

Wir müssen immer noch abwarten ob wir eine Möglichkeit haben ob wir
Unterstützung bekommen oder selber den Anwalt und Gericht bezahlen
müssen. Auch in dieser Beratung wurde uns geraten nichts gegen die Person zu
unternehmen, da es noch schlimmer werden würde!

Akteneinsicht in der Strafsache wurde bereits in die Wege geleitet. aber unser
Anwalt ist die reinste Katastrophe und wir haben keine Ahnung wann wir hier
Infos bekommen,.Hiier braucht die Versicherung erneut ewig um den Schaden
separat anzulegen und die Deckung zu prüfen.
Gibt es hier fristen die Versicherungen einhalten müssen?

Diese Person gehört entmündigt.... nur steht die dann irgendwann vor deiner Tür
und kann nie belang werden für das was sie dann tut....

zum Profil... celina78 : ( 2018-05-25 11:56:05 / 2052445 )

@blub: ich glaube mit der Person mit der wir hier zu kämpfen haben, hat
denselben ****schaden wie diese lieselotte.
Entschuldigung für diese abwertende Antwort, aber genau solche Menschen
setzen solche Taten.

lesbische_Aerztin : ( 2018-05-25 14:03:01 / 2052447 )

@selinah

sie durchleben möglicherweise jetzt einen psychotischen Schub!

Sie sollten sich mal in einer psychiatrischen Ambulanz einen Termin ausmachen!


zum Profil... celina78 : ( 2018-05-25 14:26:18 / 2052448 )

wer nicht mal meinen Namen korrekt wiedergeben kann, den kann ich nicht
ernst nehmen :P
lern du mal richtig schreiben

lesbische_Aerztin : ( 2018-05-25 17:04:27 / 2052450 )


Oh, ich bitte vielmals um Verzeihung!

Aber türkisch kann ich nicht! Oder ist Ihr Name syrischer
Herkunft?

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