Recht und Gericht in Österreich 
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20jaehrige : ( 2018-08-31 01:24:54 / 2053139 ) Soll ich mit Anfang 20 ins Kloster gehen?


Ich bin mittlerweile 20 und aus Graz. Spreche neben
Deutsch, fließend Kroatisch (Muttersprache) und
schulisches Englisch. Habe nach der HS eine 2-jährige
Fachschule für wirtschaftliche Berufe besucht, danach 3
Jahre weiter für Sozialberufe mit Familien und
Sozialpraktika und Unternehmerführerschein
(Abschlusszeugnis bekomme ich im Okt. 2014 – da ich aus
gesundheitlichen Gründen eine schriftliche Prüfung nicht
machen konnte). 2 Semesterzugnis war ein guter Erfolg
ohne einen einzigen 4er. Dezember 2012 habe ich mich in
die Krankenschwesterschule in der UNI-Klinik LKH Graz
beworben. Absage. Weswegen, kann ich mir denken. Habe das
Ulrich-Thurner Syndrom. Bin ihnen wahrscheinlich zu
anfällig für Krankheiten. Da ich einen
Unternehmerfürhrerschein habe und offiziell als
Lohnverrechnerin arbeiten kann habe ich mich dann für
eine Lehre als Bürokauffrau entschieden und bin gegen
Ende Januar 2014 zur einer Jugendorganisation gegangen,
die mich unterstützten. Habe mit ihnen zusammen
Lebenslauf, Bewerbung etc. gemacht und sogar einen
Kompetenzprofil! Unzählige Bewerbungen ausgeschickt und
schon kamen eine Absage nach der anderen – mit der
Begründung sie hätten sich für jemanden geeigneteren
entschieden. Die meisten haben sich erst nach einer
telefonischen Nachfrage über meine Bewerbung nach einiger
Zeit gemeldet. Bei vielen war es mir dann schon zu blöd
anzurufen und habe dann einfach weitere ausgeschickt. Und
wieder dasselbe. Langsam stieg in mir dann schon eine
Depression. Vorstellungsgespräche kann ich auf der Hand
aufzählen ! Alle endeten mit einem unnötigen Test und
Absagen. Wir waren immer ca. um die 10 Besucher und sie
sagten zu uns sie hätten 300 weitere Bewerber. Dann folge
ein Besuch ins T-Mobile Assessment-Center und abgelehnt!
Der Grund, passe nicht ins Team und bei der Frage was ich
hätte besser machen könnte gauckelte sie mir vor, ich
sollte mein Foto ändern und meine Bewerbung noch besser
gestalten. Habe ich gemacht. Nach langem nichts und
selbstzweifel beschloss ich die Richtung zu wechseln ins
Hotel als Hotel- und Gastgewerbeassistentin, nach allen
in Graz durchtelefonierten Hotels, die mir sagten, dass
sie niemanden brauchen, niemanden ausbilden kam ich auf
zwei Betriebe die mich eingeladen haben. Bei einem ging
ich hin um nur meine Mappe ansehen zulassen und nach
Hause zu gehen. Bei dem anderen schnupperte ich. Es war
super auch das Feedback, wissen aber nicht ob sie
tatsächlich jemanden brauchen und so warte ich schon seit
ungefähr 2-3 Monaten auf eine Antwort. Nach wieder nichts
versuchte ich es mit Reisebüroassistentin – Anrufe –
Absage/Bewerbungen + Absage/keine Antwort. Ja und jetzt
bin ich seit kurzem bei AMS, die Schule ist seit April zu
Ende. Als ich dort hingekommen bin und mein Alter (20)
sagte, sagte eine zu mir: „Mit 20, des wird schwierig
sein, des sog i da glei“ – so viel zu +40!! Ich fiel aus
allen Wolken und davon habe ich mich bis noch nicht
erholt. Mir wurden irgendwelche Stellenanzeigen angeboten
und eine Übergangslehre – tja ob ich eine Stelle jemals
finden werde ist die Frage. Diese Arbeitswelt in
Österreich und vielen anderen Ländern ist nicht mehr
normal, nur Betrügereien über dieses Internet und mit all
diesen ganzen Obergscheiten Personen, die nicht einmal
einen fehlerfreien Satz schreiben können aber auf so
einem Posten sind. (Merkt man, wenn sie zurückschreiben).
Frechheit und Schande ist das. Ist die Frage wie lang das
noch so weiter gehen kann und was kann man dagegen tun?
Politiker gießen nur Öl ins Feuer und füllen ihre schon
ohnehin gefüllten Taschen. Spiele schon wirklich mit dem
Gedanken aus Graz wegzugehen, da meine Eltern aber schon
Älter sind und gesundheitlich nicht gut beinand sind
mehr, ist die ganze Sache doppelt so schwierig!! Eine
andere Option wäre in irgendeine Pfarre zu arbeiten oder
Klosterschwester,drehe echt langsam schon durch und
versinke in mein Selbstmitleid, von der Außenwelt
isoliere ich mich auch immer mehr – ich habe keine Lust
die nächsten 10-20 Jahre zu Hause zu sitzen. Ich kann und
möchte nützlich sein!! Diese Aspekte und all meine
bisherigen Erfahrungen (Praktika, Schnupperpraktika,
Zweisprachig usw.) haben mir bis her nicht viel nutzen
gebracht und deshalb frage ich mich heute wo zu ein
Mensch heute noch überhaupt gut ist?? Keine Arbeit aber
Hauptsache die ganzen Kosten steigen und Pensionsalter
wird immer höher – ja das spürt man heute auch schon als
20-jährige…


Antworten:

Pater_Personalchef : ( 2018-08-31 06:56:35 / 2053143 )

Einen schönen guten Morgen, junge Dame!

Verstehe, dass Sie sich große Sorgen machen
um Ihre Existenz. Würde aber jeder, der
Probleme mit dem Leben hat, in ein Kloster
flüchten, hätten unsere Klöster kein
Nachwuchsproblem. Ganz im Gegenteil, sie
könnten sich der Bewerber kaum erwehren.
In ein Kloster geht man nicht, weil man
im wirklichen Leben keinen Job findet,
sondern aus Berufung. Klöster werden die
Problematik am Arbeitsmarkt leider nicht
lösen können. Vorgetäuschte Frömmigkeit
ist für Menschenkenner unter den Ordens-
-Personalchefs besonders leicht zu
durchschauen. Sie müssen noch an sich
arbeiten, oder sich einen Plan-B
überlegen. Vielleicht sollten Sie nicht
so anspruchsvoll sein. Sie haben das
Leben noch VOR sich. Sie sind ja erst 20!

Birnstingl_Ignaz : ( 2018-08-31 11:25:53 / 2053146 ) @2o

Entscheiden Sie sich Ihr weiteres Leben mit
Freizeitaktivitäten zu verbringen.
Werden Sie ein Freizeitprofi, und machen Sie
Urlaub das ganze Jahr.
Es lohnt nicht die wertvolle Lebenszeit mit
sinnentleerter Tätigkeit zu verplempern.

@birnstingl : ( 2018-08-31 19:32:12 / 2053151 )

herr birnstingl ignaz, sie haben ja sowas von recht!!!
so ein menschenleben ist ja sooo kurz. somit ist es geradezu ein verbrechen, auch nur einen tag davon zu verplempern. carpe diem ist die devise! prost!!!

zum Profil... Doris : ( 2018-09-01 11:55:52 / 2053157 ) @20jaehrige

Mit 20 keine Berufserfahrung
(und keine Matura) sind
nicht die besten
Voraussetzungen für einen
Job. Dann auch noch
Muttersprache kroatisch.
Das Gastgewerbe sucht
angeblich händeringend nach
Personal. Leider neigt sich
die Sommersaison schon dem
Ende zu, aber dafür beginnt
in einigen Monaten die
Wintersaison. Bewerben Sie
sich für einen Saisonjob in
West-Österreich, um
wenigstens erste berufliche
Erfahrungen zu sammeln.
Danach wird es auch in Graz
und Umgebung sicher für Sie
einfacher sein, beruflich
Fuß zu fassen.

@20jaehrige : ( 2018-09-01 17:56:30 / 2053160 )

lassen sie sich schwaengern. irgendein
dumpfgummi findet sich schon, der blind
vor liebe nicht so genau aufpasst und
schwuppdiwupp ist er papa. kaum ist er
uebertoelpelt worden, machen sie ihm klar,
dass er die naechsten 25 jahre brennen
wird muessen, dass ihm nicht einmal die
butter auf´m brot bleiben wird, und schon
wird er sie heiraten, ihnen sein haus
ueberschreiben und auch sonst alles mit
ihnen teilen. wenn sie glueck haben,
schmeißt er nicht gleich die nerven weg und
fuegt sich gottergeben in sein schicksal.
amen!

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